Hrvatska

Lokale Ausflugsziele

Vorab: Bevor man sich den folgenden Artikel zu Gemüte führt, sollte man sich dem ersten Teil widmen, da es ansonsten zu Verständnisproblemen kommen könnte. Hier ist der Link.

Der zweite Teil meines Erfahrungsberichts über eins der schönsten Regionen, die ich bisher sah, beginnt mit einem Ausflug in die neunzig Kilometer entfernte Küstenstadt Pula. Dort soll es einen herrlichen Strand geben, meinte Michael, der jeden Abend neue Ausflugsziele recherchierte. Entspannt und den herrlichen Ausblick auf das Meer genießend, erreichten wir die größte Stadt Istriens. Bevor wir uns ihr in Gänze widmeten, besuchten wir erst einmal den nahegelegenen Strand, der auf den zuvor recherchierten Bildern sehr ansprechend aussah. Und in der Tat, wir wurden nicht enttäuscht. Ein herrlicher Strand, der kaum besucht war. Nun, wir hatten nichts dagegen. Wir fanden ein herrliches schattiges Plätzchen und sprangen ins Meer. Später lief ich mit Michael noch etwas umher, um die Gegend zu erkunden und ein paar Eindrücke festzuhalten.

Ausblick aufs Meer
Schlendern durch Pula

Nach einigen Stunden verließen wir den Strand und fuhren in die Innenstadt Pulas. Wir parkten direkt vor dem großen Amphitheater, was die Hauptattraktion der Stadt ist. Hier fanden vor vielen Jahrhunderten ebenfalls Gladiatorenwettkämpfe statt, ganz wie im alten Rom. Wir erkundeten die gesamte Innenstadt und waren fasziniert von der schönen Architektur. Am frühen Abend verließen wir Pula und fuhren wieder Richtung Lovran, unsere temporäre Heimat. Auf dem Rückweg stachen uns noch einige schöne Fleckchen ins Auge, die ich natürlich ebenfalls festhielt.

Altstadt von Pula
Rovinj und Poreč

Wie jeden Abend, gingen wir in unsere Stammkneipe, in der wir auch Teile der EM verfolgten. Die kroatische Mannschaft feuerten wir besonders an. Der Plan für den nächsten Urlaubstag war gesetzt: Rovinj (Wir sprachen es Rovinje aus). Eine traumhafte Stadt, die nördlich von Pula liegt. Wir fuhren quer durchs Land und waren ebenfalls nach ungefähr neunzig Minuten da. Auch hier setzte ich Grit und Michael an einem Strand ab und nutzte die Gelegenheit um in den nächst höher gelegenen Ort Poreč zu fahren. Ich wollte einfach mitnehmen, was geht. Das klingt alles nach ziemlich viel Stress, ist es aber gar nicht. Ganz im Gegenteil, für mich ist das purer Genuss.

Eine Dreiviertel Stunde benötigte ich, um an besagten Ort zu gelangen. Eine hübsche kleine Hafenstadt, die ich in vollem Umfang erkundete. Zwei Stunden reichten aus, um mir einen angemessenen Eindruck zu verschaffen, bis ich wieder nach Rovinji düste und mit ins Meer sprang, bevor wir anschließend in die Innenstadt fuhren.

Diese Stadt war wirklich ein Highlight. Hier hätte man zweifelsohne auch Szenen der Serie Game of Thrones drehen können. Wir dachten, die bisher erlebten Stadtbilder lassen sich nicht mehr toppen, aber das hier setzte dem Ganzen noch eine Krone auf. Wir saugten auf, was wir konnten. Auch hier begegneten wir ausnahmslos freundlichen Menschen. Wir kauften einheimischen Wein und rare Öle, die uns eine freundliche Verkäuferin schmackhaft machte. Rovinji hinterlässt einen starken Eindruck, den man nicht vergessen wird.

Rovinji
Die letzten Tage

Es gefiel mir so gut, dass ich meinen Urlaub auf Istrien kurzfristig um drei Tage verlängerte. Ich konnte einfach noch nicht weg, zu sehr hatte mich Istrien in seinen Bann gezogen. Ich dachte daran, wie es wohl ist, hier sein Leben zu verbringen. Wenn nur nicht diese außergewöhnlich hohe Sprachbarriere wäre. Viele der Einheimischen sprechen deutsch, aber wenn man hier leben möchte, muss man auch die Sprache sprechen. Wir erlebten noch so Einiges. Ein Höhepunkt war die Konoba Kali in Lovran, ein außergewöhnliches Restaurant, mit einzigartigem Ausblick aufs Meer. Hier wird man aufs Herzlichste empfangen. Der Chef begrüßte uns persönlich und stellte uns seine Konoba vor. Er erzählte so Einiges über Kroatien, sein Leben und wie er die Welt sieht. Kein Zweifel, das ist ein absoluter Geheimtipp. Wer einmal hier in der Gegend strandet, muss hier hergehen, denn nicht nur das Essen hier ist phänomenal.

Zu Gast in der Konoba Kali
Dovidenja

Es waren wundervolle Augenblicke hier. Oft denke ich an einen der schönsten Urlaube zurück, den ich vor vielen Jahren in Frankreich erleben durfte, doch das bezaubernde Kroatien samt der durchgängig liebevollen Menschen hier, hat es wahrhaftig geschafft, dies noch einmal zu toppen. Auch hatte ich mit Grit und Michael das Glück, zwei wunderbare Menschen dabei zu haben, mit denen ich diese einschneidenden Erlebnisse teilen durfte.

Abschied von Kroatien

Ich danke den Kroaten für Ihre Gastfreundschaft und hoffe, diese bezaubernde Region eines Tages wieder zu sehen.

~ Ulli

Von tapferen Herzen

Start in einen ereignisreichen Tag

Unter dem Motto „1 Jahr Lockdown Politik – Es reicht!“ sollten am 13.03.2021 in den Hauptstädten sämtlicher Bundesländer Demonstrationen gegen die bestehende Politik stattfinden. Da Magdeburg meine Landeshauptstadt ist, entschied ich mich, meine Eindrücke dort einzufangen. Es war ein grauer Samstagvormittag, der mich an einen ungemütlichen Herbstmorgen erinnerte. Natürlich schreckt mich solch ein Wetter nicht ab, ganz im Gegenteil, wenn man die Passion der Fotografie in sich trägt, ist die Düsternis ein treuer Begleiter. Vor mir lagen ungefähr zwei Stunden Autofahrt und natürlich hielt ich des Öfteren an, genoss die Stille und nahm verlassene Straßen und mystische Waldpfade auf.

Ankommen in der Landeshauptstadt

Ungefähr eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung erreichte ich mein Ziel. Nachdem ich einen Parkplatz gefunden hatte, widmete ich mich noch ein wenig der Umgebung und hielt ein paar Eindrücke fest. Der Dom zu Magdeburg ist wahrlich beeindruckend. Es scheint fast surreal, sich vorzustellen, wie Menschen dieses Bauwerk vor so vielen Jahrhunderten errichtet haben konnten. Mein Weitwinkelobjektiv gelangte klar an seine Grenzen.

Erste Eindrücke

Schließlich war es soweit. Die Menschen fanden sich allmählich am Treffpunkt ein. Als ich den Markplatz betrat, traf ich Jens, einen mir seit Kurzem bekannten Restaurantbesitzer aus meiner Gegend, der mir fassungslos von einer ganz besonderen Begegnung mit dem heimischen Ordnungsamt berichtete: Ein vermummter Mann, der von sich behauptete, er sei Mitarbeiter jenes Amtes, sprang wie aus dem Nichts aus dem Gebüsch und schrie ihn unflätig an, er soll seine Maske tragen. Eine ganz besondere Note bekommt dieses Ereignis, wenn man berücksichtigt, dass er seinen Sohn gerade zur Schule gebracht und das menschenleere Gelände verlassen hatte. Es wurde also bewusst auf „Frevler“ wie Jens gewartet.

Solche individuellen Geschichten und Erfahrungen sind es, die die Menschen an diese Orte zieht, die sie dazu veranlassen, stundenlange Fahrten in Kauf zu nehmen, um sich einen Moment verstanden zu fühlen, um sich mit Brüdern und Schwestern im Geiste zu umgeben und um Kraft zu tanken in dieser paradoxen Zeit.

Der gesamte Marktplatz füllte sich, was sicher keine Selbstverständlichkeit war, denn das zeitweise stürmische Wetter stellte die Menschen auf eine recht harte Probe. Ich lief umher und nahm auf, was mir vor die Linse kam. Die Sorgen waren deutlich zu spüren.

Inspiration

Die Sprecher am Pult waren teilweise sehr emotional, verständlich aus meiner Sicht. Ex-Kriminalhauptkommissar Michael Fritsch appellierte an seine alten Kollegen, die am Rand der Kundgebung standen, sich vor Augen zu führen, welches Narrativ sie da gerade verteidigen. Mich persönlich hat einer der letzten Redner beeindruckt, er inspirierte mich zum Titel dieses Artikels. Seine Rede erinnerte mich an meine Jugend, als ich mit großer Faszination den Film „Braveheart“ verschlang. Er zitierte eine der tiefgründigsten Szenen des Streifens und zwar den, als William Wallace seine Mitstreiter zur letzten Schlacht aufruft:

„Und wenn Ihr dann in vielen Jahren sterbend in eurem Bett liegt, wärt Ihr dann nicht bereit, jede Stunde einzutauschen von heute bis auf jenen Tag, um ein Mal nur, ein einziges Mal nur, wieder hier stehen zu dürfen und unseren Feinden zuzurufen: Ja, sie mögen uns das Leben nehmen, aber niemals nehmen sie uns unsere Freiheit!“

William Wallace

Ja, vielleicht ist das viel zu pathetisch, aber in diesem Moment hat es mich gepackt. Ich sah mich um und spürte, dass sich jeder Einzelne hier auf diesem Marktplatz als Verteidiger der Freiheit verstand. Für mich waren wir tapfere Herzen. Uns alle verbindet, dass wir das Gefühl nicht los werden, etwas läuft hier gerade in eine völlig falsche Richtung. Was will man tun, wenn einen dieses Gefühl beschleicht? Es einfach geschehen lassen? Muss ich tatsächlich akzeptieren, dass meine Freiheit endet, wo die Angst des Anderen beginnt?

Persönliche Thesen

In einer Demokratie sollte Jeder seinen Gedanken freien Lauf lassen dürfen, egal wie abwegig sie für den Anderen klingen mag. Man darf seine Meinung auch kundtun, doch mit welchen Konsequenzen? Die Ächtungsrufe werden stetig mehr, das Unverständnis schlägt einem immer stärker entgegen, und öffentliche Denunzierungen sowie unsachliche Vergleiche werden salonfähig.

Der Widerstand schwindet bei Einigen, denn das täglich steigende Level der Ohnmacht scheint immer unerträglicher. Bei Vielen macht sich Verzweiflung breit. Demonstrationen werden nicht mehr als sinnvoll erachtet, da sie eine große Angriffsfläche bieten und bei jeder Gelegenheit in ein negatives Licht gerückt werden. Es fand und findet kein Argumentationsaustausch auf Augenhöhe statt.

Die Demokratie scheint ein Auslaufmodell zu werden. Vielleicht ist sie nicht mehr erwünscht. Sie war gut gemeint, ein Versuch, doch nun scheint die Zeit für etwas Neues zu kommen. Ob es unbedingt schlechter sein wird, kann ich nicht einmal sagen, aber unfreier, nehme ich an. Länder, Grenzen, Völker, Religionen, Freiheit, Demokratie und der freie Geist scheinen nur Störfaktoren zu sein, wenn es um die Verwirklichung weitaus größerer Ziele geht.

Doch steht für mich Resignation nicht zur Debatte, denn meine Phantasie reicht dazu aus, mir eine ebenso positive Zukunft vorzustellen. Auch das ist eine Form von Mut.

Also lasst uns im Gespräch bleiben und niemals die Hoffnung aufgeben.

~ Ulli

Retrospektive

Ein ereignisreiches Jahr

Auch diesmal möchte ich ein paar meiner Lieblingsaufnahmen verewigen und mit euch teilen. Ich brauche niemanden zu erzählen, dass es ein ganz besonderes Jahr war. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht und geht unterschiedlich damit um. Meine Position habe ich hinlänglich postuliert und ist in vergangenen Artikeln nachzulesen. Nur ein Wort, ich wünsche mir, dass wir in der Zukunft wieder näher zueinander finden.

Abstecher in die Lausitz

Gleich zu Beginn des Jahres entschloss ich mich, in die Lausitz zu fahren, einen Landstrich in Sachsen und im Süden Brandenburgs, der an den Grenzen unserer Nachbarländer Polen und Tschechien liegt. Da ich ein großes Pensum vor mir hatte, suchte ich mir diesmal eine Übernachtungsmöglichkeit, um möglichst viele Eindrücke einfangen zu können. Meinen ausführlichen Beitrag dazu findest du hier.

Die Poesie des Himmels

Im Frühjahr diesen Jahres gab es für einen kurzen Zeitraum keine Möglichkeit in die Ferne zu reisen, also suchte ich mir Naheliegendes. Ich entschied, mich ein paar Tage durch meine unmittelbare Umgebung inspirieren zu lassen und fokussierte mich auf die Natur. So entstanden einige Momente dieses Naturschauspiels, was ich in meinem zweiten Artikel dieses Jahr veröffentlichte. Hier findest du meine Impressionen davon.

Abstecher in die Börde

Im Juni besuchte ich endlich einmal die Börde, einen Landstrich in meinem Heimatbundesland Sachsen-Anhalt. Schon lange spielte ich mit dem Gedanken, mich einmal näher dieser Gegend zu widmen. Ich entdeckte eine Fülle an wunderschönen Bauten und Schlössern, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie ganz in der Nähe meines Wohnortes zu finden sind. Wer Näheres sehen möchte, findet das hier in diesem Artikel.

Ein Junitag

Schließlich machte ich ein Versprechen wahr und besuchte Fahima samt ihrer Familie, um ein paar situative Aufnahmen zu machen. Sie fragte mich schon lange danach und im Juni hat es dann endlich geklappt. Am Ende sind ein paar wirklich schöne Aufnahmen entstanden, die ich schließlich auch in einem Fotobuch verewigte. Hinzu wurde mir die Ehre zu Teil, dass ich in der Photosphäre veröffentlicht wurde. Die Photosphäre ist ein relativ bekanntes Medium, in dem viele kleine Künstler eine Plattform finden. Umso schöner, dass ich gleich als erster in dem Empfehlungsartikel stehe. Eindrücke dieses schönen Tages findest du hier.

Hochzeitstag meiner Eltern

Ein ganz besonderer Tag stand im Juli diesen Jahres an und zwar der Hochzeitstag meiner Eltern. Bewegende Augenblicke, die ich versucht habe, würdevoll festzuhalten. Ich finde, dass es mir gelungen ist, jedenfalls fanden Sie auch Gefallen daran und das ist das Wichtigste. Den Artikel dazu findest du hier.

Zu Besuch in Salzburg

Ein Höhepunkt des Jahres war die Reise in unser wunderschönes Nachbarland Österreich. Als kleiner Bengel war ich schonmal dort, aber erinnern konnte ich mich nicht mehr daran. Mein Ziel sollte Salzburg sein, die Heimat Mozarts. Spektakuläre Eindrücke erwarteten mich dort. Meinen ausführlichen Artikel dazu findest du hier.

Besuch auf mehreren Kundgebungen

So wie viele Menschen, mache ich mir Sorgen über die Entwicklungen auf diesem Planeten. Die einschneidenden Ereignisse weltweit bewogen mich dazu, diese Veranstaltungen zu besuchen. Ich wollte auch etwas Gutes dazu beitragen, in dem ich die Demonstrationen fotografisch begleitete. Wer mehr darüber lesen möchte, dem kann ich meine drei Artikel empfehlen. Die Demonstration in Berlin, der Schweigemarsch und die Kundgebung in Leipzig. Mir wurde des Weiteren die Ehre zu Teil, diese drei Artikel auch im Nachrichtenportal Rubikon zu veröffentlichen.

Was wird sie bringen, die Zukunft?

Noch immer fotografiere ich leidenschaftlich gern, doch ist es mir im Moment leider nicht möglich, in der Hinsicht viel zu erleben. Deswegen nehme ich mir auch ab und an ein paar ältere Aufnahmen vor und bearbeite sie nach Lust und Laune. Vielleicht widme ich mich demnächst etwas mehr der Natur, fotografiere die Leere oder Menschen. Wer weiß, was mir begegnet oder was sich findet. Meine Kamera und ich freuen sich auf alles Spannende. Ich kann nicht einschätzen, was die Zukunft bringen wird, es bleibt uns allen nichts anderes übrig, als das Beste draus zu machen. Ich bleibe zuversichtlich und werde so lange ich kann, meine Vorstellungen visualisieren und mich über jeden Einzelnen freuen, der in einem meiner Bilder etwas sieht und für einen kurzen Moment inne hält. Die Fotografie ist etwas Bleibendes, sie kann auch Menschen in weiter Zukunft bewegen, bilde ich mir ein. Ein Bild kann mehr sagen, als tausend Worte und mehr berühren, als jedes Video. Deswegen liebe ich die Fotografie. Sie gibt mir einen echten Sinn im Leben. Ich bin dankbar, diese Leidenschaft für mich entdeckt zu haben und freue mich auf viele neue Motive in der Zukunft.

~ Ulli

Leipzig im Herbst

Demonstration in Leipzig

Erneut luden die Initiatoren der Querdenkenbewegung zu einem friedlichen Protest ein. Unter dem Titel „Freiheit durch Einheit – die zweite friedliche Revolution“, sollte am 7.11.2020 in Leipzig ein deutliches Zeichen gegen die Maßnahmen der Regierung gesetzt werden, die ich fotografisch begleitete. Ich schätze, dass es an die vierzigtausend Menschen waren, die dem Aufruf des friedlichen Protests folgten.

Die bekanntesten Sprecher waren der Kabarettist Uwe Steimle, Ex-Fußballnationalspieler Thomas Berthold und der Chefredakteur der Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“ Anselm Lenz. Menschen jeglicher Couleur und allen Alters waren zugegen. Sie alle lauschten friedlich den Reden, bis die Stadt gegen 15 Uhr die Demonstration offiziell beendete, da der Mindestabstand nicht immer eingehalten und gegen die Mund-Nasenschutzverordnung verstoßen wurde, gegen die die Teilnehmer vorrangig protestieren.

Die Masse der Demonstranten entschied sich jedoch, durch die Stadt zu ziehen und trotz allem ein Zeichen zu setzen. Die Polizei setzte dem friedlichen Marsch erfreulicherweise nichts entgegen und ließ die Menschen ziehen. Es gab vereinzelte Ausschreitungen, von denen jedoch nicht mit Gewissheit gesagt werden kann, ob sie von den Teilnehmern oder Provokateuren ausgingen. Die Medien suggerierten im Nachhinein, dass es zu schlimmen Ausschreitungen kam, ohne dabei zu erwähnen, dass ein Großteil dieser Szenen in einem ganz anderen Stadtteil stattfanden und auch nicht von den Teilnehmern der Querdenkendemonstration ausgingen.

Die genauen Vorfälle kann ich aber nicht belegen. Ich persönlich habe nur friedliche Menschen gesehen. In meinen Bildern versuche ich die Stimmung widerzugeben, die vorherrschte. Unterstrichen habe ich es mit einem Bildstil, der an die achtziger Jahre erinnern soll.

Persönliche Gedanken

Immer öfter erhält man erstaunte Reaktionen und wird mit der Frage konfrontiert, weshalb man zu Demonstrationen dieser unverantwortlichen und unsolidarischen Menschen geht. Neulich wurde ich gefragt, wo denn meine Freiheit eingeschränkt worden sei. Ich antwortete recht ausführlich und versuchte die Komplexität dieses Themas dennoch kurz und knapp zu beschreiben.

Ich erwähnte unter Anderem, dass es merkwürdig sei, dass die WHO die Standards zur Ausrufung einer Pandemie vor Kurzem gesenkt hatte und folglich nun in der Lage sei, in der Zukunft jede Krankheit als Pandemie auszurufen. Ich empfahl eine arte Reportage, mit dem Titel „Profiteure der Angst“, in der vor Jahren schon die gleichen Protagonisten Panik verbreiteten und Experten wie Dr. Wodarg Beachtung geschenkt worden ist, was heute nicht mehr der Fall ist.

Des Weiteren verwies ich darauf, dass noch am Anfang des Jahres die Personen, die nun in jeder Hinsicht Panik verbreiten, selbst öffentlich postulierten, dass es keine Evidenz dafür gäbe, dass eine Maske gegen Viren helfen würde. Auch wurde erklärt, dass man nicht unermesslich testen solle, da es durch die Fehlertoleranz des Tests, zu erhöhten Falsch-Positiven Ergebnissen führen würde. Lange Zeit wurde auch nicht unterschieden, ob man an oder mit der Krankheit gestorben ist, bzw. welche Vorerkrankungen und welches Alter vorlag. Auch wurde explizit darauf hingewiesen, die Verstorbenen nicht zu obduzieren.

Eine Menge ungeklärter Fragen also, die nicht ausreichend in der Öffentlichkeit debattiert worden sind. Viele Menschen hätten sich eine wissenschaftliche Diskussion mit Befürwortern und Gegnern von Anfang an gewünscht, gerade in Hinsicht auf solch ein einschneidendes Ereignis. Hätte es sie gegeben, wäre mit Sicherheit kein Riss in der Art durch die Bevölkerungen gegangen. Dies ist auch der entscheidende Punkt. Denn ohne die wissenschaftliche Opposition auch nur anzuhören, wurde sie diskreditiert, zensiert, ausgeschlossen und eine Pandemie nationaler Tragweite ausgerufen.

Man fragt sich unweigerlich, wozu das Alles? Warum die weltweite Wirtschaft drosseln, die Menschen zum Tragen von Masken zwingen und sie dazu nötigen, die unterschiedlichsten und und zum Teil unverständlichsten Verordnungen umzusetzen, wenn all diese Fragen nicht ausführlich beantwortet wurden? Diese Diskrepanz ist es, die die Menschen auf die Straße treibt und den Unmut Vieler schürt. Für sie ist es ein schreiendes Unrecht, was auf dieser Welt geschieht, denn ihre Fragen werden nicht berücksichtigt, schlimmer noch, sie werden dafür gesellschaftlich geächtet.

Der große Wandel

Berücksichtigt man parallel dazu noch die Bestrebungen einiger einflussreicher Kreise, die sich dafür einsetzen, eine Art Neustart des weltweiten Systems voranzutreiben, kommt man schon ins Grübeln. Keine Frage, so wie wir in den letzten Jahrzehnten gelebt haben, wie die Natur und die Menschen ausgebeutet worden sind, kann es nicht weitergehen.

Doch was für Leute sind das, die einfach mit einem Fingerschnips entscheiden, wie dieser Wandel von statten gehen soll? Sind sie es nicht bisher gewesen, die die Welt ins Unglück stürzten, in dem sie die Bevölkerungen gegeneinander aufhetzten, mit ihrer Profitgier unermessliches Unheil anrichteten und die Welt genau dahin gebracht haben, wo sie jetzt ist? Wie können so viele Menschen nur glauben, dass genau diese Kreise uns nun wohlmeinend gegenüberstehen und uns retten wollen? Sollten diese Personen es tatsächlich gut meinen mit uns?

Ich habe da meine Zweifel. Also lasst uns aufhören über die Symptome zu sprechen und diskutieren wir über den offensichtlichen Kern des Ganzen. Es geht nicht um rechts oder links, schwarz oder weiß, Veganismus oder Fleischfresser, Mann oder Frau, alt oder jung, Religion oder Atheismus oder dick gegen dünn, es geht um alle Menschen dieses Planeten. Sie alle vereint eine einzige Sache und zwar, dass sie es nicht zulassen sollten, dass einige Wenige die Welt als ihren Spielball sehen und Gott spielen wollen.

Die Welt als Schachbrett

Aus diesen Gründen setze ich mich persönlich für eine offene Debatte ein und gehe auf Demonstrationen wie diese, um dieser Unglaublichkeit etwas entgegen zu setzen. Ich möchte nicht in dieser „schönen neuen Welt“ leben, in die wir nur noch als transhumanistische Zombies ohne freien Willen angesehen werden, in der alles vernetzt und transparent für Dritte ist, in der es keine unbeobachtete Transaktion mehr gibt und sämtliche Opposition final im Keim erstickt wird. Was soll das für ein Leben sein?

Ich kann verstehen, dass es viele Menschen gibt, die sich das nicht vorstellen können und einwerfen, dass ich das viel zu schwarz sehe, doch was, wenn nicht? Wann, wenn nicht jetzt gibt es die ideale Möglichkeit, all das, was den Globalisten im Weg steht, endlich über Bord zu werfen? Wann wenn nicht jetzt, kann man das Bargeld abschaffen, die Freiheiten global beschneiden und Techniken einführen, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können? Die Welt ist ein Schachbrett für diese Menschen und wir nur ihre Figuren.

Hören wir auf, nach ihren Regeln zu spielen. Hören wir auf, uns weiter zu spalten und einander anzufeinden. Ignorieren wir diese Medien, die uns permanent in Angst und Schrecken halten. Hören wir den Lakaien dieser Konglomerate nicht mehr zu, sondern lasst uns als Spezies vereinen und gemeinsam nach oben sehen.

Meine Intension

Ich will nicht spalten. Im Gegenteil, ich versuche einen Teil dazu beizutragen, dass wir uns wieder zuhören, dass wir offen aussprechen, was uns bewegt und möchte dazu anregen, die Dinge aus der Vogelperspektive zu betrachten. Auch mir gelingt das nicht immer, auch ich verliere das eine oder andere Mal die Contenance, was mir im Nachhinein oft leid tut. Alles was ich möchte, ist, dass wir Menschen im Frieden miteinander leben. Deswegen reiche ich jedem Andersdenkenden die Hand und hoffe, dass ich ein paar versöhnlichere Bilder liefern kann, als die meisten der Qualitätsmedien.

~ Ulli