Das Ende der Geduld

Ein kleines Sprüchlein lautet:

„Ohne WHO keine Pandemie, ohne WEF kein Great Reset, ohne NATO kein Krieg und ohne EZB keine Inflation. Das Leben könnte so schön sein.“

Ja, ziemlich polemisch. Aber knapper lässt sich das organisierte Verbrechen nicht beschreiben. Im Laufe der Jahrzehnte scheint etwas unbemerkt in die Gesellschaften infiltriert worden zu sein. Etwas, was ich nicht zu beschreiben vermag. Eine Art Geisteshaltung, eine Mentalität, etwas, was sich nicht anfassen lässt. Es ist, als gehe eine Saat auf, die vor langer Zeit gelegt worden ist. Anders lassen sich diese grotesken Entwicklungen dieser Welt kaum mehr rational erklären.

Unerheblich welchem gesellschaftlich relevanten Thema ich mich auch widme, ich sehe überall nur Lüge und Zerstörung. Ich schaue mich um und bekomme den Mund nicht mehr zu. Fast schon paralysiert stehe ich am Rand des Spielfelds und ertappe mich dabei, wie eine milde Form der Ehrfurcht in mir entsteht, wenn ich mir den bisherigen Erfolg der Architekten vor Augen führe, die sich ihre ganz eigene Welt erschaffen wollen. Ihnen ist bewusst, wie sie uns dazu bringen können, dass wir in dreißig Jahren ihren Wünschen entsprechen und dass dies nicht von einem auf den anderen Tag zu vermitteln ist. Dafür sind Etappenziele von Nöten. Ihnen ist klar, dass die Masse der Menschen für bare Münze hält, was ihnen die etablierten Sendeanstalten präsentieren. Sie wissen, dass die meisten Menschen anschließend mit jenen Argumenten bewaffnet, ihr Weltbild formen und Streitgespräche führen, gegen die niemand ankommen wird. Ihnen ist ebenfalls bewusst, dass dies natürlich auch für die Gegenseite, die wenigen Zweifler gilt, denn auch sie verteidigen ihr alternatives Weltbild vehement. Dabei spielt es für sie keine Rolle, wer Recht hat. Sie können alles verkaufen. Jeder noch so große Betrug wird vom größten Teil der Gesellschaft unhinterfragt geschluckt. Wie das möglich ist bei all den bereits bewiesenen Lügen der Vergangenheit, bleibt ein Mysterium. Auch das ist den Architekten sicher nicht unbekannt.

Geplant wird in Generationen, nicht in Wochen oder Monaten. Kaum etwas geschieht aus Zufall. Wäre ich ein Mensch mit Gottkomplex und voller Niedertracht, würde ich es nicht anders angehen. Sie haben die Welt in ein menschenfeindliches Biotop verwandelt und weiten den Nährboden stetig aus, um die gesamtgesellschaftliche Oligophrenie weiter voranzutreiben. Leider klappt es. Die Naivität und die Gutmütigkeit der Menschen, wird gnadenlos ausgenutzt. Das Ergebnis dessen, sieht man gerade live.

Schauen wir uns nur an, wo wir hingekommen sind. In was man uns hineinmanövriert hat. Die Vernunft scheint ausgerottet. Hetze und Fehlverhalten wird legitimiert. Der Plan ging auf, die Menschen bis ins Mark zu spalten, so dass es zu keiner Versöhnung mehr kommen kann. Der Zorn ist ein steter Begleiter geworden, seitdem die Freiheit schwand und die Einflussnahme von Machtpolitik und Wirtschaftsmonopolen in großen Schritten voranging. In Details zerstritten, bleibt der Widerstand gelähmt und kann nicht wachsen. Um wirklich etwas bewirken zu können, müssen diese Gräben überwunden werden. Wir sind angehalten uns alle zu vereinen, um dem Syndikat entschlossen entgegen treten zu können. Ich kann nur versuchen dafür zu werben, denn einzig die Masse an Menschen, die dieses Spiel nicht mehr mitspielt, wird den Spuk beenden können. Jeder der fühlt, dass hier etwas nicht stimmt und dass die Sache nicht gut ausgehen wird, sollte sich gemeinsam mit all den anderen auf der Straße wiederfinden, die bereits seit zwei Jahren ihren Unmut kundtun. Die Gegenwehr sollte sich nicht nur auf das eine große Thema beschränken, sondern geöffnet werden für weitere Missstände, die angeprangert, beendet und verhindert werden müssen. Nur gemeinsam sind wir stark! Wenn das Unrecht einmal installiert worden ist, dann gibt es kein Zurück mehr. Es liegt an uns, das zu verhindern.

Über viele Monate habe ich die Spaziergänge in meiner Heimatstadt Wittenberg begleitet. Sie alle eint das Gefühl der Fassungslosigkeit und der Ohnmacht. Jeden Montag gehen sie auf die Straße und versuchen auf friedliche Art und Weise ein Zeichen gegen das schreiende Unrecht zu setzen. Sie alle plagen die gleichen Fragen: was tun? Wie umgehen in einer Zeit, in der man sich unverstanden fühlt und in der Andersdenkende mit keinerlei rationalem Argument mehr zu erreichen sind? Wohin mit all dem Schmerz und der stets begleitenden Ohnmacht? Der Klimax sämtlicher Gipfel scheint erreicht zu sein. Dieser Planet scheint zu klein für den Kummer. Er bietet nicht genug Schutz. Seine Schultern sind zu schwach, als das jene genug Trost spenden könnten. Wie viel Geduld kann man noch aufbringen? Wann ist das Ende der Geduld erreicht? Und was kommt danach? Wie verhindern wir es, dass es in der Zukunft wieder zu den gleichen Strukturen kommt? Können wir das überhaupt?

Es gibt viele gute Ansätze, wie man die Dinge zum Positiven ändern könnte, aber solange die Macht an anderer Stelle sitzt, glaube ich nicht, dass sich dahingehend etwas bewegen lässt. Sicher, man könnte versuchen in einer kleinen Gemeinschaft ein Gegenmodell vorzuleben, aber auch dies wird keine Resonanz erfahren in der breiten Masse. Letztendlich wird es nur mit all den Andersdenkenden den Ansatz einer Änderung geben können. Auch wenn es kaum vorstellbar erscheint, aber nur die Wucht der Vielen kann eine politische Wende herbeiführen. Deswegen werbe ich, trotz des Zorns, der auch in mir brodelt, immer wieder für das Brückenschlagen mit allen Teilen der Gesellschaft. Erst wenn wir diesen Traum tatsächlich realisiert haben und wir Hunderttausende in jeder Stadt sind, besteht Hoffnung auf echte Veränderung.

Wir sind Zeitzeugen dieses unfassbaren Unrechts. Mögen nachfolgende Generationen unsere Taten nicht vergessen.

Parallelwelten

Es ist Dienstagabend. Ich sitze vor meinem Rechner und versuche krampfhaft meiner momentanen Ratlosigkeit Ausdruck zu verleihen. Ich habe Kopfhörer auf. Es läuft „Maxcence Cyrin – Where is my mind“. Es sind sehr bewegende Klänge, die mich nachdenklich stimmen. Gerade erlebte ich eine digitale Konversation mit einem Menschen, der mir einmal viel bedeutete. Nicht, dass es das erste Gespräch wäre, mit einer Person, die mir mal nahestand, aber ich fühle gerade das buchstäblich überlaufende Fass am eigenen Leib. Der eine Tropfen, der einfach zu viel war, um ihn der Akzeptanz zu überlassen. Auch zehn Minuten später spüre ich noch immer den Schmerz in meiner Brust, der mich einfach nicht ruhen lassen will. Mir wird in diesem Moment bewusst, dass es keinerlei gesittete Möglichkeit mehr zu geben scheint, den jeweils Andersdenkenden noch zu erreichen. Hier endet es einfach. Der Spalt ist zu tief. Selbst Menschen, die man einmal wirklich nah an sich rangelassen hat, sind mittlerweile so fremd geworden, dass Gefühle emporsteigen, die man in der Vergangenheit niemals für möglich gehalten hätte. Ich sitze fassungslos vor meinem Bildschirm und weiß weder ein noch aus. Ich drehe den Lautstärkeregler nach oben.

Wie herauskommen aus diesem Teufelskreis der düsteren Gedanken? Ich schaue auf die Uhr und realisiere, es ist schon viel zu spät, um weiterzuschreiben. Ich muss am nächsten Tag wieder arbeiten. Malochen für eine Branche, von der ich nicht weiß, ob es sie nächstes Jahr überhaupt noch gibt, oder ob ich als Ungeimpfter demnächst noch arbeiten darf. Gerade lese ich eine Schlagzeile: „Wird starke Einschränkungen für Ungeimpfte geben“. Sie berührt mich nicht einmal mehr, so kalt bin ich mittlerweile geworden. Es scheint, als sei alles möglich, nichts kann mich mehr schocken. Ich muss fast lachen. Die Klänge, die mir permanent ins Ohr hallen, lassen mich an unbeschwerte Zeiten erinnern und versetzen mich in einen leicht melancholischen Zustand. Ein schönes Gefühl.

Ich blicke der Tatsache ins Auge, dass wir uns verloren haben, dass die Brücken abgerissen wurden und die neue Normalität ein fester Bestandteil für die Allermeisten geworden ist. Für sie sind wir die Narren. Doch fernab jeglicher Argumente fühle ich, dass meine Gedanken berechtigt sind. Es reicht ein kurzer Ausflug in die Geschichte, um meine Thesen zu untermauern. All das lässt mich erstarren. Der Wahnsinn nimmt weltweit seinen ungehemmten Lauf und ich muss ohnmächtig daneben stehen. Wir haben es von Anfang an kommen sehen, unser Gefühl täuschte uns nicht. Voller Elan gingen wir auf die Straßen und versuchten von den demokratischen Mitteln Gebrauch zu machen, um aufzuhalten, was ansonsten drohen wird. Doch wir wurden nicht erhört. Zu mächtig ist das Konglomerat aus Einfluss und Geld. Nun ist es ganz offensichtlich zu spät und Resignation macht sich breit auf weiter Flur. Was jetzt alles auf uns zukommen wird, kann ich mir denken, doch wundern tut es mich nicht mehr.

Mittlerweile stimuliert es nicht einmal mehr, die Naivität und Unwissenheit zu belächeln oder sich darüber lustig zu machen. Alles ist taub und ich scheine mich nur noch zu fragen: „where is my mind?“ Es gibt keine Antworten mehr, ja selbst die Fragen gehen mir aus. Also was für ein Zustand ist das? Was kann ich noch tun, um doch noch das Allerschlimmste zu verhindern? Die bittere Erkenntnis ist, dass ich gar nichts tun kann, rein gar nichts. Ich kann im Hier und Jetzt meine Gedanken verewigen, in der Hoffnung, dass sie in der fernen Zukunft helfen, Gehör zu finden um die Unfassbarkeit der heutigen Zeit erklären zu können. Auch wenn es nur eine Illusion sein sollte, so verschafft sie mir einen Moment der Hoffnung, wohl ahnend, dass sie nur von kurzer Dauer sein wird.

Was treibt mich überhaupt noch an? Nun, einerseits die Familie. Des Weiteren habe ich wunderbare Freunde und Mitstreiter in dieser Zeit kennengelernt, die die Dinge ganz genauso fühlen wie ich und die es leichter machen, diese Unglaublichkeit zu überstehen. Dabei spielt es keine Rolle, wo sie leben, ich bin in Gedanken bei jedem Einzelnen. Doch auch die Fotografie wird mir weiterhin viel Kraft geben. Im Laufe der vergangenen Monate nahm ich des Öfteren die Kamera in die Hand und hielt die Welt für einen Augenblick für immer fest. Einige der Aufnahmen, die mich für kurze Zeit an das Schöne erinnern, will ich mit euch teilen. Die Kunst, da bin ich mir sicher, wird ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, die Parallelwelt ein Stück weit lebenswerter zu machen. Ich freue mich darauf.

~ Ulli

Hrvatska

Lokale Ausflugsziele

Vorab: Bevor man sich den folgenden Artikel zu Gemüte führt, sollte man sich dem ersten Teil widmen, da es ansonsten zu Verständnisproblemen kommen könnte. Hier ist der Link.

Der zweite Teil meines Erfahrungsberichts über eins der schönsten Regionen, die ich bisher sah, beginnt mit einem Ausflug in die neunzig Kilometer entfernte Küstenstadt Pula. Dort soll es einen herrlichen Strand geben, meinte Michael, der jeden Abend neue Ausflugsziele recherchierte. Entspannt und den herrlichen Ausblick auf das Meer genießend, erreichten wir die größte Stadt Istriens. Bevor wir uns ihr in Gänze widmeten, besuchten wir erst einmal den nahegelegenen Strand, der auf den zuvor recherchierten Bildern sehr ansprechend aussah. Und in der Tat, wir wurden nicht enttäuscht. Ein herrlicher Strand, der kaum besucht war. Nun, wir hatten nichts dagegen. Wir fanden ein herrliches schattiges Plätzchen und sprangen ins Meer. Später lief ich mit Michael noch etwas umher, um die Gegend zu erkunden und ein paar Eindrücke festzuhalten.

Ausblick aufs Meer
Schlendern durch Pula

Nach einigen Stunden verließen wir den Strand und fuhren in die Innenstadt Pulas. Wir parkten direkt vor dem großen Amphitheater, was die Hauptattraktion der Stadt ist. Hier fanden vor vielen Jahrhunderten ebenfalls Gladiatorenwettkämpfe statt, ganz wie im alten Rom. Wir erkundeten die gesamte Innenstadt und waren fasziniert von der schönen Architektur. Am frühen Abend verließen wir Pula und fuhren wieder Richtung Lovran, unsere temporäre Heimat. Auf dem Rückweg stachen uns noch einige schöne Fleckchen ins Auge, die ich natürlich ebenfalls festhielt.

Altstadt von Pula
Rovinj und Poreč

Wie jeden Abend, gingen wir in unsere Stammkneipe, in der wir auch Teile der EM verfolgten. Die kroatische Mannschaft feuerten wir besonders an. Der Plan für den nächsten Urlaubstag war gesetzt: Rovinj (Wir sprachen es Rovinje aus). Eine traumhafte Stadt, die nördlich von Pula liegt. Wir fuhren quer durchs Land und waren ebenfalls nach ungefähr neunzig Minuten da. Auch hier setzte ich Grit und Michael an einem Strand ab und nutzte die Gelegenheit um in den nächst höher gelegenen Ort Poreč zu fahren. Ich wollte einfach mitnehmen, was geht. Das klingt alles nach ziemlich viel Stress, ist es aber gar nicht. Ganz im Gegenteil, für mich ist das purer Genuss.

Eine Dreiviertel Stunde benötigte ich, um an besagten Ort zu gelangen. Eine hübsche kleine Hafenstadt, die ich in vollem Umfang erkundete. Zwei Stunden reichten aus, um mir einen angemessenen Eindruck zu verschaffen, bis ich wieder nach Rovinji düste und mit ins Meer sprang, bevor wir anschließend in die Innenstadt fuhren.

Diese Stadt war wirklich ein Highlight. Hier hätte man zweifelsohne auch Szenen der Serie Game of Thrones drehen können. Wir dachten, die bisher erlebten Stadtbilder lassen sich nicht mehr toppen, aber das hier setzte dem Ganzen noch eine Krone auf. Wir saugten auf, was wir konnten. Auch hier begegneten wir ausnahmslos freundlichen Menschen. Wir kauften einheimischen Wein und rare Öle, die uns eine freundliche Verkäuferin schmackhaft machte. Rovinji hinterlässt einen starken Eindruck, den man nicht vergessen wird.

Rovinji
Die letzten Tage

Es gefiel mir so gut, dass ich meinen Urlaub auf Istrien kurzfristig um drei Tage verlängerte. Ich konnte einfach noch nicht weg, zu sehr hatte mich Istrien in seinen Bann gezogen. Ich dachte daran, wie es wohl ist, hier sein Leben zu verbringen. Wenn nur nicht diese außergewöhnlich hohe Sprachbarriere wäre. Viele der Einheimischen sprechen deutsch, aber wenn man hier leben möchte, muss man auch die Sprache sprechen. Wir erlebten noch so Einiges. Ein Höhepunkt war die Konoba Kali in Lovran, ein außergewöhnliches Restaurant, mit einzigartigem Ausblick aufs Meer. Hier wird man aufs Herzlichste empfangen. Der Chef begrüßte uns persönlich und stellte uns seine Konoba vor. Er erzählte so Einiges über Kroatien, sein Leben und wie er die Welt sieht. Kein Zweifel, das ist ein absoluter Geheimtipp. Wer einmal hier in der Gegend strandet, muss hier hergehen, denn nicht nur das Essen hier ist phänomenal.

Zu Gast in der Konoba Kali
Dovidenja

Es waren wundervolle Augenblicke hier. Oft denke ich an einen der schönsten Urlaube zurück, den ich vor vielen Jahren in Frankreich erleben durfte, doch das bezaubernde Kroatien samt der durchgängig liebevollen Menschen hier, hat es wahrhaftig geschafft, dies noch einmal zu toppen. Auch hatte ich mit Grit und Michael das Glück, zwei wunderbare Menschen dabei zu haben, mit denen ich diese einschneidenden Erlebnisse teilen durfte.

Abschied von Kroatien

Ich danke den Kroaten für Ihre Gastfreundschaft und hoffe, diese bezaubernde Region eines Tages wieder zu sehen.

~ Ulli