Das Ende der Geduld

Ein kleines Sprüchlein lautet:

„Ohne WHO keine Pandemie, ohne WEF kein Great Reset, ohne NATO kein Krieg und ohne EZB keine Inflation. Das Leben könnte so schön sein.“

Ja, ziemlich polemisch. Aber knapper lässt sich das organisierte Verbrechen nicht beschreiben. Im Laufe der Jahrzehnte scheint etwas unbemerkt in die Gesellschaften infiltriert worden zu sein. Etwas, was ich nicht zu beschreiben vermag. Eine Art Geisteshaltung, eine Mentalität, etwas, was sich nicht anfassen lässt. Es ist, als gehe eine Saat auf, die vor langer Zeit gelegt worden ist. Anders lassen sich diese grotesken Entwicklungen dieser Welt kaum mehr rational erklären.

Unerheblich welchem gesellschaftlich relevanten Thema ich mich auch widme, ich sehe überall nur Lüge und Zerstörung. Ich schaue mich um und bekomme den Mund nicht mehr zu. Fast schon paralysiert stehe ich am Rand des Spielfelds und ertappe mich dabei, wie eine milde Form der Ehrfurcht in mir entsteht, wenn ich mir den bisherigen Erfolg der Architekten vor Augen führe, die sich ihre ganz eigene Welt erschaffen wollen. Ihnen ist bewusst, wie sie uns dazu bringen können, dass wir in dreißig Jahren ihren Wünschen entsprechen und dass dies nicht von einem auf den anderen Tag zu vermitteln ist. Dafür sind Etappenziele von Nöten. Ihnen ist klar, dass die Masse der Menschen für bare Münze hält, was ihnen die etablierten Sendeanstalten präsentieren. Sie wissen, dass die meisten Menschen anschließend mit jenen Argumenten bewaffnet, ihr Weltbild formen und Streitgespräche führen, gegen die niemand ankommen wird. Ihnen ist ebenfalls bewusst, dass dies natürlich auch für die Gegenseite, die wenigen Zweifler gilt, denn auch sie verteidigen ihr alternatives Weltbild vehement. Dabei spielt es für sie keine Rolle, wer Recht hat. Sie können alles verkaufen. Jeder noch so große Betrug wird vom größten Teil der Gesellschaft unhinterfragt geschluckt. Wie das möglich ist bei all den bereits bewiesenen Lügen der Vergangenheit, bleibt ein Mysterium. Auch das ist den Architekten sicher nicht unbekannt.

Geplant wird in Generationen, nicht in Wochen oder Monaten. Kaum etwas geschieht aus Zufall. Wäre ich ein Mensch mit Gottkomplex und voller Niedertracht, würde ich es nicht anders angehen. Sie haben die Welt in ein menschenfeindliches Biotop verwandelt und weiten den Nährboden stetig aus, um die gesamtgesellschaftliche Oligophrenie weiter voranzutreiben. Leider klappt es. Die Naivität und die Gutmütigkeit der Menschen, wird gnadenlos ausgenutzt. Das Ergebnis dessen, sieht man gerade live.

Schauen wir uns nur an, wo wir hingekommen sind. In was man uns hineinmanövriert hat. Die Vernunft scheint ausgerottet. Hetze und Fehlverhalten wird legitimiert. Der Plan ging auf, die Menschen bis ins Mark zu spalten, so dass es zu keiner Versöhnung mehr kommen kann. Der Zorn ist ein steter Begleiter geworden, seitdem die Freiheit schwand und die Einflussnahme von Machtpolitik und Wirtschaftsmonopolen in großen Schritten voranging. In Details zerstritten, bleibt der Widerstand gelähmt und kann nicht wachsen. Um wirklich etwas bewirken zu können, müssen diese Gräben überwunden werden. Wir sind angehalten uns alle zu vereinen, um dem Syndikat entschlossen entgegen treten zu können. Ich kann nur versuchen dafür zu werben, denn einzig die Masse an Menschen, die dieses Spiel nicht mehr mitspielt, wird den Spuk beenden können. Jeder der fühlt, dass hier etwas nicht stimmt und dass die Sache nicht gut ausgehen wird, sollte sich gemeinsam mit all den anderen auf der Straße wiederfinden, die bereits seit zwei Jahren ihren Unmut kundtun. Die Gegenwehr sollte sich nicht nur auf das eine große Thema beschränken, sondern geöffnet werden für weitere Missstände, die angeprangert, beendet und verhindert werden müssen. Nur gemeinsam sind wir stark! Wenn das Unrecht einmal installiert worden ist, dann gibt es kein Zurück mehr. Es liegt an uns, das zu verhindern.

Über viele Monate habe ich die Spaziergänge in meiner Heimatstadt Wittenberg begleitet. Sie alle eint das Gefühl der Fassungslosigkeit und der Ohnmacht. Jeden Montag gehen sie auf die Straße und versuchen auf friedliche Art und Weise ein Zeichen gegen das schreiende Unrecht zu setzen. Sie alle plagen die gleichen Fragen: was tun? Wie umgehen in einer Zeit, in der man sich unverstanden fühlt und in der Andersdenkende mit keinerlei rationalem Argument mehr zu erreichen sind? Wohin mit all dem Schmerz und der stets begleitenden Ohnmacht? Der Klimax sämtlicher Gipfel scheint erreicht zu sein. Dieser Planet scheint zu klein für den Kummer. Er bietet nicht genug Schutz. Seine Schultern sind zu schwach, als das jene genug Trost spenden könnten. Wie viel Geduld kann man noch aufbringen? Wann ist das Ende der Geduld erreicht? Und was kommt danach? Wie verhindern wir es, dass es in der Zukunft wieder zu den gleichen Strukturen kommt? Können wir das überhaupt?

Es gibt viele gute Ansätze, wie man die Dinge zum Positiven ändern könnte, aber solange die Macht an anderer Stelle sitzt, glaube ich nicht, dass sich dahingehend etwas bewegen lässt. Sicher, man könnte versuchen in einer kleinen Gemeinschaft ein Gegenmodell vorzuleben, aber auch dies wird keine Resonanz erfahren in der breiten Masse. Letztendlich wird es nur mit all den Andersdenkenden den Ansatz einer Änderung geben können. Auch wenn es kaum vorstellbar erscheint, aber nur die Wucht der Vielen kann eine politische Wende herbeiführen. Deswegen werbe ich, trotz des Zorns, der auch in mir brodelt, immer wieder für das Brückenschlagen mit allen Teilen der Gesellschaft. Erst wenn wir diesen Traum tatsächlich realisiert haben und wir Hunderttausende in jeder Stadt sind, besteht Hoffnung auf echte Veränderung.

Wir sind Zeitzeugen dieses unfassbaren Unrechts. Mögen nachfolgende Generationen unsere Taten nicht vergessen.

Retrospektive

Ein ereignisreiches Jahr

Auch diesmal möchte ich ein paar meiner Lieblingsaufnahmen verewigen und mit euch teilen. Ich brauche niemanden zu erzählen, dass es ein ganz besonderes Jahr war. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht und geht unterschiedlich damit um. Meine Position habe ich hinlänglich postuliert und ist in vergangenen Artikeln nachzulesen. Nur ein Wort, ich wünsche mir, dass wir in der Zukunft wieder näher zueinander finden.

Abstecher in die Lausitz

Gleich zu Beginn des Jahres entschloss ich mich, in die Lausitz zu fahren, einen Landstrich in Sachsen und im Süden Brandenburgs, der an den Grenzen unserer Nachbarländer Polen und Tschechien liegt. Da ich ein großes Pensum vor mir hatte, suchte ich mir diesmal eine Übernachtungsmöglichkeit, um möglichst viele Eindrücke einfangen zu können. Meinen ausführlichen Beitrag dazu findest du hier.

Die Poesie des Himmels

Im Frühjahr diesen Jahres gab es für einen kurzen Zeitraum keine Möglichkeit in die Ferne zu reisen, also suchte ich mir Naheliegendes. Ich entschied, mich ein paar Tage durch meine unmittelbare Umgebung inspirieren zu lassen und fokussierte mich auf die Natur. So entstanden einige Momente dieses Naturschauspiels, was ich in meinem zweiten Artikel dieses Jahr veröffentlichte. Hier findest du meine Impressionen davon.

Abstecher in die Börde

Im Juni besuchte ich endlich einmal die Börde, einen Landstrich in meinem Heimatbundesland Sachsen-Anhalt. Schon lange spielte ich mit dem Gedanken, mich einmal näher dieser Gegend zu widmen. Ich entdeckte eine Fülle an wunderschönen Bauten und Schlössern, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie ganz in der Nähe meines Wohnortes zu finden sind. Wer Näheres sehen möchte, findet das hier in diesem Artikel.

Ein Junitag

Schließlich machte ich ein Versprechen wahr und besuchte Fahima samt ihrer Familie, um ein paar situative Aufnahmen zu machen. Sie fragte mich schon lange danach und im Juni hat es dann endlich geklappt. Am Ende sind ein paar wirklich schöne Aufnahmen entstanden, die ich schließlich auch in einem Fotobuch verewigte. Hinzu wurde mir die Ehre zu Teil, dass ich in der Photosphäre veröffentlicht wurde. Die Photosphäre ist ein relativ bekanntes Medium, in dem viele kleine Künstler eine Plattform finden. Umso schöner, dass ich gleich als erster in dem Empfehlungsartikel stehe. Eindrücke dieses schönen Tages findest du hier.

Hochzeitstag meiner Eltern

Ein ganz besonderer Tag stand im Juli diesen Jahres an und zwar der Hochzeitstag meiner Eltern. Bewegende Augenblicke, die ich versucht habe, würdevoll festzuhalten. Ich finde, dass es mir gelungen ist, jedenfalls fanden Sie auch Gefallen daran und das ist das Wichtigste. Den Artikel dazu findest du hier.

Zu Besuch in Salzburg

Ein Höhepunkt des Jahres war die Reise in unser wunderschönes Nachbarland Österreich. Als kleiner Bengel war ich schonmal dort, aber erinnern konnte ich mich nicht mehr daran. Mein Ziel sollte Salzburg sein, die Heimat Mozarts. Spektakuläre Eindrücke erwarteten mich dort. Meinen ausführlichen Artikel dazu findest du hier.

Besuch auf mehreren Kundgebungen

So wie viele Menschen, mache ich mir Sorgen über die Entwicklungen auf diesem Planeten. Die einschneidenden Ereignisse weltweit bewogen mich dazu, diese Veranstaltungen zu besuchen. Ich wollte auch etwas Gutes dazu beitragen, in dem ich die Demonstrationen fotografisch begleitete. Wer mehr darüber lesen möchte, dem kann ich meine drei Artikel empfehlen. Die Demonstration in Berlin, der Schweigemarsch und die Kundgebung in Leipzig. Mir wurde des Weiteren die Ehre zu Teil, diese drei Artikel auch im Nachrichtenportal Rubikon zu veröffentlichen.

Was wird sie bringen, die Zukunft?

Noch immer fotografiere ich leidenschaftlich gern, doch ist es mir im Moment leider nicht möglich, in der Hinsicht viel zu erleben. Deswegen nehme ich mir auch ab und an ein paar ältere Aufnahmen vor und bearbeite sie nach Lust und Laune. Vielleicht widme ich mich demnächst etwas mehr der Natur, fotografiere die Leere oder Menschen. Wer weiß, was mir begegnet oder was sich findet. Meine Kamera und ich freuen sich auf alles Spannende. Ich kann nicht einschätzen, was die Zukunft bringen wird, es bleibt uns allen nichts anderes übrig, als das Beste draus zu machen. Ich bleibe zuversichtlich und werde so lange ich kann, meine Vorstellungen visualisieren und mich über jeden Einzelnen freuen, der in einem meiner Bilder etwas sieht und für einen kurzen Moment inne hält. Die Fotografie ist etwas Bleibendes, sie kann auch Menschen in weiter Zukunft bewegen, bilde ich mir ein. Ein Bild kann mehr sagen, als tausend Worte und mehr berühren, als jedes Video. Deswegen liebe ich die Fotografie. Sie gibt mir einen echten Sinn im Leben. Ich bin dankbar, diese Leidenschaft für mich entdeckt zu haben und freue mich auf viele neue Motive in der Zukunft.

~ Ulli

Ein Jahr neigt sich dem Ende

Kurz vor Ausklingen des Jahres, möchte ich eine kleine Auswahl meiner persönlichen Lieblingsbilder präsentieren. Im Laufe der Zeit, habe ich gemerkt, dass ich neben der Landschafts- und Reisefotografie auch Momentaufnahmen mit Menschen liebe. Mir kam es noch nie auf gestellte Posen an, sondern auf das Einfangen eines besonderen Moments, einer, der nicht gestellt sondern situativ ist. Meines Erachtens erzeugt dies eine viel größere Spannung in den Bildern. Dabei muss es auch gar nicht perfekt aufgenommen sein, auch spielt die Belichtungszeit oder der ISO gar keine so große Rolle, sogar mit Rauschen im Bild, kann es eine faszinierende Wirkung erzielen meiner Meinung nach.

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Rauschen im Bild kann dennoch Wirkung erzielen

Ich war viel unterwegs. Gleich am Anfang des Jahres zog es mich nach Polen, genauer gesagt, nach Stettin. Eine wirklich wundervolle Stadt, die ich von meiner Heimat Wittenberg aus, in ungefähr drei Stunden erreicht habe. Ich versuchte so viele schöne Eindrücke festzuhalten, wie es nur ging und war froh, dass es mir gelungen ist.  In den folgenden Monaten führte mich mein Drang nach tollen Aufnahmen in viele Regionen unseres Landes: In den Spreewald, in den nördlichen Harz, ins Havelland, sowie nach Dresden und nach Gera.  Doch eins meiner beeindruckendsten Reisen, war zweifelsfrei der Besuch bei meinem besten Freund Danny in der Schweiz. So wie fast jedes Jahr, besuchte ich ihn für ein paar Tage und genoss die wundervolle Zeit bei ihm und hielt fest, was ich nur konnte. Ich hoffe, ich komme noch viele Male in den Genuss, unser Nachbarland mit neuen Augen zu entdecken und mit Euch zu teilen.

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Wundervolle Schweiz

Unter Anderem hatte ich sogar das Glück, dieses Jahr einen Preis einzuheimsen bei einem kleinen lokalen Wettbewerb, den ich doch tatsächlich gewann. Ich entschied mich dazu, eins meiner Lieblingsbilder meiner Heimatstadt ins Rennen zu schicken und war glücklich, dass die Juroren meine Sicht auf die Dinge anerkannten. Ich hatte mich riesig gefreut und spornt mich natürlich weiter an, meine Leidenschaft fortzusetzen.

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Erster Platz beim Fotowettbewerb

Ein weiteres Highlight dieses Jahr war zweifelsfrei die Bildbesprechung bei den Fotoprofis Krolop & Gerst. Ich reichte zwei meiner Bilder ein. In der Hoffnung, sie würden in der Livesendung erscheinen, traute ich meinen Augen kaum, als dieser Traum wahrhaftig in Erfüllung ging. Meine Bilder auf Youtube, ich war wirklich total baff. Wer sich den Teil der Sendung einmal anschauen möchte, kann sich auf diesem Link, ab Minute 25.41 selbst ein Bild davon machen.

Insgesamt war es ein recht turbulentes, aber auch schönes Jahr und ich bin in freudiger Erwartung, was die Zukunft für mich bereit hält. Ich bin jedenfalls offen dafür und immer noch voller Leidenschaft. Ich danke den vielen Menschen, die mich unterstützt haben und mir immer wieder Mut machen. Ich wünsche Allen einen guten Start ins neue Jahr!

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Wundervolles Dresden

Auf, ins Herz Sachsens

Es war Feiertag, mitten in der Woche, der obendrein auch noch verheißungsvolles Wetter versprach: wolkig und sonnenlos. Ich beschloss diese perfekten Voraussetzungen zu nutzen und mit meinem Lieblingslied in Dauerschleife in die Landeshauptstadt Sachsens zu fahren. Vom schönen Wittenberg sind es nur etwas über zwei Stunden Landstraße bis nach Dresden. Ich behaupte, es ist eine der schönsten Strecken, die man mit dem Auto fahren kann. Parallel der Elbe entlang kommt man an bezaubernde Örtchen und Städte, wie Torgau, Riesa oder Meißen vorbei. Das Naturschauspiel, welches man unterwegs erleben darf, trägt zusätzlich dazu bei, dass man die Zeit nebenher einfach vergisst. Oft hielt ich an und versuchte die sagenhafte Weite, die unberührte Natur und die einsamen Straßen festzuhalten, die sich mir in Hülle und Fülle boten. Die Wolken gaben ein spektakuläres Bild ab und der Wind peitschte mir um die Ohren, so dass ich teilweise Mühe hatte still zustehen, um meine gewünschte Aufnahme machen zu können. Doch es hat sich gelohnt, ich habe Einiges im Kasten gehabt.

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Ankommen in Dresden

Nach entspannter Autofahrt, erreichte ich schließlich mein Ziel und war sofort fasziniert. Ich war schon ein- zweimal in Dresden, besaß damals allerdings noch nicht meine Kamera und sah die Stadt mit völlig anderen Augen. Schon, als ich die ersten Kilometer dieser wahnsinnig großen Stadt hinter mich ließ und mir die erste Kirche in der Ferne entgegen trat, musste ich an den unmöglichsten Stellen anhalten und mich auf die Straße stellen, um das Bild zu machen, welches ich haben wollte. Dieser Prozess fand relativ häufig statt, allerdings hätte er noch deutlich öfter vorkommen sollen, wenn ich nur die Zeit und die Möglichkeiten dazu gehabt hätte. Denn eins ist Fakt, es ist unmöglich, diese facettenreiche Stadt in all ihrer Gänze an einem Tag auch nur ansatzweise festzuhalten und würdigen zu können. Doch ich nahm mit, was ich konnte und versuchte meine Bestes.

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Das Palais

Vorab hatte ich mir kleine Eckdaten notiert, die vielleicht für mich interessant wären, so auch das „Palais im Garten“, welches recht nah am Zentrum Dresdens liegt. Ich kam an und war sofort geplättet. Mir bot sich ein perfekter Blick auf das kleine Schlösschen, welches von einem riesigen grünen Park umgeben war. Ich umrundete den gesamten Komplex und nahm aus jedem Winkel Bilder auf. Allein hier drückte ich ungefähr sechzig mal auf den Auslöser. Zwei, drei Aufnahmen haben es dann letztendlich in diesen Artikel geschafft.

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Pillnitz

Vom Großen Palais aus, fuhr ich ungefähr dreizehn Kilometer weit raus, um das sagenumwobene Schloss Pillnitz einmal mit eigenen Augen zu sehen. Die Geschichte dieses prunkvollen Ortes reicht weit ins siebzehnte Jahrhundert zurück. Später, im achtzehnten Jahrhundert, ließ der Kurfürst August der Starke, es zu einem Schloss mit chinesischen Akzenten umbauen, was in der Barockzeit der letzte Schrei gewesen sein muss. Einen kleinen Eintrittspreis bezahlt, streifte ich das gesamte Areal entlang und fotografierte erneut aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. Zusätzlich zum prächtigen Innenhof des Schlosses, konnte man auch in den Genuss des umwerfenden Elbpanoramas außerhalb der Mauern von Pillnitz kommen. Eine wahrhaftige Idylle, die zum längerfristigen Flanieren und Genießen einlädt.

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Die Innenstadt Dresdens

Nach diesen imposanten Eindrücken fuhr ich zum Abschluss in die Innenstadt. Mir wurde geraten, einmal auf die Kreuzkirche zu steigen, von dort oben soll man einen herrlichen Blick auf die ganze Stadt haben. Gesagt getan, sollte dies mein Ziel sein. Dank des Feiertags, war nicht ganz soviel los auf den Straßen und ich erhielt sogar direkt vor der Kirche einen Parkplatz. Vier Euro bezahlt, stieg ich viele Treppen empor und wurde tatsächlich mit einem tollen Ausblick auf die Dächer Dresdens belohnt. Leider prägten immens viele Kräne und Baustellen das Stadtbild, so dass es nicht möglich war, eine perfekte Aufnahme machen zu können, aber dennoch war es ein Erlebnis. Anschließend lief ich noch ein wenig durch die Innenstadt Dresdens und trat dann den Heimweg an. Diese geschichtsträchtige Stadt hat mich wirklich in ihren Bann gezogen, wundervolle Architektur, unfassbar viel Natur und die perfekte Elblage, machen es zu einem absoluten Reisetipp. Sicher werde ich eines Tages wieder kommen und mich all den anderen Stadtteilen Dresdens widmen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Berliner Westen und das Havelland

Vorgeschichte

Neulich dachte ich, dass ich mir irgendwann einmal unsere Hauptstadt vornehmen müsste. Berlin bietet doch soviel und besitzt unerschöpfliches Potential für einen Menschen, der das Fotografieren liebt. Natürlich ist es völlig unmöglich, diese Megacity an nur einem Tag würdig widerspiegeln zu können, es bräuchte Wochen, um einen einigermaßen handfesten Artikel samt Bildern verfassen zu können. Also entschloss ich mich dazu, etappenweise Besuche abzustatten und immer mal wieder einige Aufnahmen mitzunehmen, vielleicht gibt es irgendwann einmal genügend Material, für einen eigenen Beitrag.

Auf nach Berlin

Also schaute ich auf die Karte und entschied mich für den Westen Berlins. Hier findet man das sagenumwobene Schloss Charlottenburg. Seit Anbeginn meiner Leidenschaft, wollte ich es vor meine Kamera bringen, denn die perfekte Symmetrie dieses historischen Gebäudes würde ganz sicher dazu führen, dass am Ende ein tolles Bild dabei raus kommt. Gesagt, getan. Bei Zeiten ging es los. Ungefähr zwei Stunden musste ich für die Fahrt einplanen, denn der Verkehr eilt seinem Ruf voraus in dieser Gegend.

Ankommen

Nach relativ guter Fahrt kam ich schlussendlich an, parkte meinen Wagen zu überteuerten Gebühren und lief meinem Traumziel hoffnungsvoll entgegen. Und in der Tat, es war imposant. Als ich davor stand musste ich es kurz auf mich wirken lassen, so sehr beeindruckte es mich. Ich ging zu Boden und fotografierte es auf meine übliche Art und Weise. Anschließend erkundete ich noch die Umgebung des Schlosses. Ich durchstreifte die Orangerie und lief ein wenig durch den Park des prunkvollen Anwesens. Gegenüber von Schloss Charlottenburg fiel mir noch ein wunderbares Denkmal von Prinz Albrecht von Preußen auf, welches ich aus jedem Winkel fotografierte.

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Denkmal Prinz Albrecht von Preußen

Ein neuer Plan

Mittlerweile waren fast zwei Stunden vergangen, aber der Tag hatte doch erst begonnen, also weshalb nicht noch mehr Eindrücke irgendwo sammeln? Direkt ins Herz Berlins fahren? Nein, diesem Stress wollte ich mich nicht aussetzen, also kam mir die Idee, einfach weiter in Richtung Westen zu fahren, in das Havelland. Vor einiger Zeit durchquerte ich es bereits und empfand es als recht idyllisch. Da ich nun bereits in der Nähe war, entschied ich mich kurzerhand ein neues Ziel in das Navi einzugeben: Brandenburg an der Havel.

Auf nach Brandenburg

Schon als ich die äußeren Grenzen Berlins verließ und in die beruhigend flache Landschaft samt strahlendem Sonnenschein eintauchte, machte sich ein wohlig entspannendes Gefühl in mir breit. Es war wie in diesen amerikanischen Roadmovies, in denen die Protagonisten in einem Ford Mustang dem endlosen Highway mitten im Nirgendwo der untergehenden Sonne entgegen fuhren. Auch ich fühlte mich gezwungen, die Scheiben herunterzulassen, die Sonnenbrille aufzusetzen und den angewinkelten Arm auf die Fahrertür gemütlich abzulegen, während aus dem Radio Tom Petty mit seinem Song „free falling“ lief.

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Weiten des Havellands

Quer durch das Havelland

Bereits der Weg nach Brandenburg war durchzogen von kleinen Örtchen, deren Architektur teilweise an vergangene Zeiten erinnerten. An jeder Ecke sah ich wunderschöne Häuschen, Vorgärten und versteckte Gutshäuser, die schon fast wie kleine Schlösschen aussahen. Oft hielt ich an, lief noch ein paar Meter und war fasziniert, was dort für kleine Kostbarkeiten zu entdecken waren, die außerhalb der Orte anscheinend kaum Bekanntheit erlangten.

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Gutshaus Roskow

Ankommen in Brandenburg an der Havel

Schließlich erreichte ich mein Ziel und war begeistert vom Flair dieser tollen Stadt. Bildschöne Fassaden, Brücken, Türme, Parks, Wasser, einfach alles, was das Herz begehrt, findet man in diesem Kleinod. Man kann wunderbar flanieren durch die sehr gut erhaltene Innenstadt, an der Havel oder den liebevoll hergerichteten Altbauwohnungen. Eine herrlicher Ort, die man unbedingt einmal besuchen sollte.

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Fassaden in Brandenburg

Weiter nach Werder

Mittlerweile gingen schon einige Stunden ins Land und ich beschloss so langsam aber sicher in Richtung Heimat zu fahren. Auf dem Rückweg könnte ich den Weg über Werder an der Havel und Potsdam nehmen, nicht die kürzeste Route, aber immerhin wäre