Aufbruch in die Hauptstadt

Mitte Juni fand ein kleines Straßenfestival in Berlin statt, welches dem Besucher die italienische Küche näher bringen sollte. Des weiteren gab es einen Fotowettbewerb, der mich auch erst auf das Ereignis aufmerksam machte. Das alles klang sehr interessant und ich beschloss die 100 Km auf mich zu nehmen um eventuell ein paar interessante Aufnahmen zu erhaschen und ganz nebenbei noch ein geeignetes Bild für den Wettbewerb zu machen. Für mich ist diese Entfernung gar kein Problem, denn ich fahre natürlich sehr gern über sämtliche unbekannte Orte um eventuelle Novitäten vor meine Linse zu bekommen. Und so geschah es. Die Fahrt nach Berlin dauerte ganze drei Stunden, denn ich musste wirklich sehr oft anhalten.

old cathedral

Glücklicherweise fuhr ich den Umweg. Zossen, Mittenwalde, Königs Wusterhausen und viele weitere kleine unbekannte Örtchen gab es zu entdecken. Beeindruckende Fassaden, alte Kirchen und sogar ein kleines Schloss habe ich aufnehmen können.

coming home

the little castle

Als ich schließlich das Festival erreichte, suchte ich mir einen Parkplatz und lief mit schwerer Kamera bewaffnet dem Eingang entgegen. Natürlich musste man mein Gepäck erst einmal durchsuchen. Als ich dieses Prozedere überstanden hatte, konnte ich mich mitten ins Getümmel stürzen.

Die Sonne schien, es war noch nicht zu voll, die Leute gut drauf, was will man mehr? Ich ließ alles erst einmal auf mich wirken und machte mich mit der Umgebung vertraut. Ich probierte hier mal eine Kleinigkeit, trank da mal etwas, setzte mich, schaute mir die Menschen an und fing dann irgendwann an, die ersten Aufnahmen zu machen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Am Ende hab ich sogar noch den zweiten Platz belegt beim Fotowettbewerb und darf nun mit meiner Freundin in einem schicken italienischen Restaurant essen gehen. Na wenn das nichts ist. Hier noch ein paar Eindrücke.

Lass es dir gut gehen!

 

 

Wunderbare Vielfalt

Fotografie ist Leidenschaft. Sie hält einen Moment fest, der so niemals wieder existieren wird. Sie transportiert Gefühle, weckt Emotionen, erinnert an Vergangenes oder transportiert uns an entlegene Orte. Sie bewegt unterschiedlich. Durch weitere gestalterische Elemente, lässt sich die Empfindung sogar verstärken. Mit Typografie beispielsweise. Einen Menschen berührt das, den anderen lässt es kalt. Jemand fühlt etwas und ein Anderer versteht nicht, was man darin erkennen kann. Geschmäcker sind auch hier sehr unterschiedlich.

explore the world

Im Laufe der Zeit habe ich erkannt, dass ich mich auch Stilen geöffnet habe, die ich vorher immer mit Skepsis betrachtete, beispielsweise abstrakte und extrem verfremdete Bildbearbeitung und Editorialdesigns. Der Bauhaus-Stil ist vergleichbar. Große meist serifenlose Überschriften, gepaart mit Bildern aus der Vergangenheit und farbintensiven Ornamenten, die oftmals, so scheint es, ohne tieferen Sinn im Layout umher schwirren, waren für mich damals ein echtes Mysterium. Mittlerweile aber finde ich es ganz gut und vielleicht versuche ich mich irgendwann einmal daran. Vielen wird diese Form der Kunst auf ewig verschlossen bleiben und sie werden keinen Zugang finden. Es ist sehr speziell, sehr experimentell und man kann es niemanden vorwerfen, dies in der Kategorie „befremdlich“ einzuordnen.

river to nowhere

Jeder Mensch verändert sich im Laufe seiner Schaffenszeit. Anfangs schoss man vielleicht nur Portraits oder nahm Blumen und Insekten auf. Später entdeckte man die Schönheit der Weite und es entstand ein immer größer werdender Hunger nach Landschaftsaufnahmen. Tiere, Architektur, Schwarz-Weiß, Eventfotografie, es gibt soviel unterschiedliche wundervolle und interessante Richtungen, dass es schwer fällt, sich für eine einzige zu entscheiden. In jedem Stil gibt es Bilder und Designs, die mich bewegen. Ich kann mich nicht für eine einzige Präferenz entscheiden. Ich möchte sie kombinieren, sie alle darstellen, eine Message senden, aber auf meine Art und Weise. Wohin mich der Weg in der Zukunft noch führen wird, ist mir gänzlich unbekannt, aber sie birgt viele Möglichkeiten. Anbei einige Aufnahmen und Bearbeitungen die ich im Laufe der Zeit gemacht habe.

Was sagst du zum Thema Stile? Welchen hast du und planst du einen neuen Weg? Würdest du gern andere Wege gehen aber du kannst nicht, weil du dir schon einen Namen gemacht hast in einem bestimmten Metier? Erzähl mir davon.

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Glitch Effekt in Photoshop

Erstelle einen Glitch Effekt in Photoshop

Wie ich einen Glitch Effekt in Photoshop erstelle

Nachdem ein Foto geschossen und für gut befunden wurde, geht es in die Bearbeitung in Lightroom und Photoshop. Manchmal bin ich mir noch gar nicht im Klaren, in welche Richtung es gehen soll, was zu dem Bild passt oder was mich bewegt. Ich fange einfach an und dann kommt ein Schritt zum Nächsten. Manchmal düster, manchmal klare und frische Farben, schwarz-weiß, abstrakt oder etwas Typographie. Es gibt viele Facetten und Möglichkeiten, die ich für kombinierbar halte.

be prepared

Ein richtig spannendes Resultat erzielt man mit dem Glitch Effekt. Zu Deutsch: Panne. Mir ist durchaus bewusst, dass dies nicht jedermanns Sache ist, aber ich bin absoluter Fan! Es gibt massig Spielarten und man kann unendlich viel herumexperimentieren. Ich verbinde eine Menge an Gefühlen, wenn ich solche Bilder sehe, die an den Anfang des Films „Sieben“ erinnern. Ich denke unerklärlicherweise an die Vergangenheit, an eine Retrospektive, an abstrakte Kunst an etwas unperfekt Faszinierendes. Mich fesselt es einfach. Gepaart mit etwas Typographie, kann etwas einzigartig Tolles entstehen. Zeitlos und modern, faszinierend und extravagant, so würde ich es als Gestaltungsmittel beschreiben.

you know I am right

Beatclub

Es ist nicht schwer diesen Glitch Effekt zu erschaffen. Einfach die gewünschte Datei in Photoshop öffnen, auf Kanäle gehen und irgendeinen davon auswählen, zB. rot. Dann Filter / Verzerrungsfilter / Schwingungen und etwas mit den Reglern rumspielen. Anschließend, wenn alles getan ist und man das Resultat akzeptabel oder möglicherweise umwerfend findet, dann wieder auf den Kanalreiter gehen und den RGB Kanal anklicken, fertig ist der Glitch Effekt. Man kann die Sachen auch noch animieren, wie im Beitrags- und dem letzten Bild dieses Artikels zu sehen. Dafür ist ein Videotutorial jedoch besser geeignet um es zu erklären.

Versuch es selbst! Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse.

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Schlösser und Burgen

Schlösser und Burgen in Deutschland

Deutschland besitzt eine schier unendliche Zahl an Burgen und Schlössern. Eigentlich lebt jeder Mensch in der Nähe einer architektonischen Kostbarkeit aus längst vergessener Zeit. An jeder Autobahn befinden sich zahlreiche Schilder, die auf historische Bauten oder bedeutende Orte verweisen.

Stadtschloss Fulda

Auf der Suche nach den perfekten Motiven

In meiner unbändigen Gier nach Motiven, liegen natürlich solche epochalen Bauwerke ebenfalls auf meiner Wunschliste. Bin ich gerade in der Nähe, kann mich nichts aufhalten, ich muss dahin und es auf mich wirken lassen. Bis ich den richtigen Winkel gefunden und die perfekte Position ausgewählt habe, kann sehr viel Zeit vergehen. Viele Aufnahmen entsprechen meist nicht dem, was ich mir vorstelle doch eins ist meistens dabei. Das Licht der Mittagssonne, ein großer Zulauf an Menschen oder der fehlende spannende Blickwinkel sind meine größten Widersacher. Doch ich lasse mir diesen Moment nicht entgehen. Ich bin quasi ständiger Untertan meiner Leidenschaft und somit immer im Dienst.

Albrechtsburg

Wecke den Entdecker in dir

Ich habe selbst in meinem eigenen Ort in dem ich lebe, ein mir bis dato völlig unbekanntes Kirchengebäude aus alten Zeiten entdeckt, von dem niemand den ich bisher danach fragte, etwas wusste. Die Fotografie bildet also, sie weckt den Entdecker in mir und befördert mich an Orte, von denen ich noch nie gehört habe und die mich am Ende staunen lassen.

Was hast du für Schätze in deiner Umgebung? Welche Gegenden architektonischer Schönheiten gilt es unbedingt einmal besucht und aufgenommen zu haben? Ich würde mich über neue Inspirationen sehr freuen.

Anbei ein paar Eindrücke meiner bisherigen Ausbeute.

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Stippvisite in Berlin

Vor einiger Zeit war ich beruflich in Berlin unterwegs. Mein Kollege und ich statteten der Buchbinderei Fuhrmann einen Besuch ab, um uns über die Arbeitsweise des Unternehmens näher zu informieren und die Geschäftsbeziehungen zu vertiefen. Während des Aufenthalts nahm ich mir meine Kamera und schoss ein paar Bilder. Dabei entstanden recht interessante Momentaufnahmen, die ich im Nachhinein noch etwas bearbeitete, um ein möglichst authentisches Alltagsleben widerspiegeln zu können.

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Aufgenommen habe ich den Geschäftsführer persönlich bei Gesprächen mit uns, die Industriehalle, die Mitarbeiter und das Lager. Mir war es wichtig, den ganz normalen Arbeitstag so interessant wie möglich darzustellen.

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Hierbei fiel mir auf, dass schwarz-weiße Momentaufnahmen richtig spannend sein können. Es wirkt meines Erachtens sehr seriös und zeitlos, modern und dennoch natürlich. Unterschiedliche Blickwinkel verstärkten den Gesamteindruck noch und trugen dazu bei, dass ich mit dem Endergebnis zufrieden sein konnte.

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Herr Fuhrmann, der Geschäftsführer, fand die Aufnahmen auch sehr gut und verwendete sogar eins für sein Whatsapp-Profil.

Ich habe viel Spaß dabei gehabt und freue mich schon darauf, wenn ich erneut die Möglichkeit dazu erhalte, die Hallen von Herrn Fuhrmann zu besuchen oder andere Unternehmen aufnehmen zu dürfen.

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Ein unvergesslicher Tag

Vergangenes Wochenende stand die Hochzeit einer guten Freundin an, die mich darum bat, ein paar Erinnerungen festzuhalten. Diesen Wunsch konnte ich ihr natürlich nicht abschlagen und so nahm ich meine Kamera samt drei Objektiven mit zur Veranstaltung, die im „Rockabilly-Stil“ stattfand.

forgetting time

Ich plane nichts, bei mir entstehen Bilder und Kompositionen immer spontan. Ich nehme meine Kamera, lasse die Stimmung auf mich wirken und fotografiere, so gut es geht, unbeobachtet. Dabei versuche ich, die Menschen so realitätsnah aufzunehmen, wie es geht. Natürlich gelingt nicht jedes Bild, dennoch entstehen so viele starke Charakteraufnahmen, von denen ich einige hier präsentieren möchte.

Mein Anspruch ist nicht die Hochglanzfotografie. Perfekt retuschierte Gesichter und akkurat ausgeleuchtete Aufnahmen entsprechen nicht dem, was ich mache. Ich möchte die Tatsachen widerspiegeln und diese in der Nachbearbeitung unterstreichen. Somit entstanden verschiedene Stile, die ich in der Nachbearbeitung für eine Hochzeit im 50er- Jahre Stil als passend empfand. Mal rauschig, mal dunkel, mal scharf gezeichnet und Schwarz- Weiß.

all together

Da ich grundsätzlich mit Available-Light arbeite, also natürlichen Lichtverhältnissen ohne Blitz, kommt es auch zu gekörnten Motiven, die ich persönlich sehr spannend finde. Ich möchte die Menschen und die Umwelt so darstellen, wie ich sie sehe.

Vielleicht sieht es der ein oder andere Leser ähnlich oder gar genauso. Auch wenn nicht, würde ich mich über ein persönliches Empfinden darüber von euch freuen.

Lass es Dir gut gehen!

~ Ulli