Meine Heimat Wittenberg

Seit etwas über einem Jahr gehe ich nun schon meiner Leidenschaft nach und bereise so oft es nur geht die unterschiedlichsten Gegenden: von der Ostsee, über das schöne Sachsen, nach Hessen, Hamburg, Brandenburg, Thüringen, die Schweiz oder Polen und komme doch immer wieder gern nach Hause in meine Heimatstadt Wittenberg in Sachsen Anhalt. Die meisten meiner Freunde sind weggezogen und verstreut in aller Herren Länder, ich bin einer der Wenigen, die geblieben sind und muss sagen, dass ich es nicht bereue. Seit nunmehr 37 Jahren wohne ich in einer der wunderschönsten Kleinstädte Deutschlands und habe im Laufe der Zeit natürlich auch einige Aufnahmen machen können, die ich gern mit euch teilen möchte.

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Der Marktplatz von Wittenberg

Von Wittenberg gelangt man an ganz viele wundervolle Reiseziele. Es sind nur ca. 80 Kilometer bis Leipzig und 100 bis Berlin. Man erreicht schnell Nachbarländer wie Polen oder die Tschechei und in knapp drei Stunden ist man schon an der Ostsee. Für einen Menschen wie mich, der die Fotografie liebt, also perfekt!

Wittenberg liegt direkt am Bundesland Brandenburg und bis zum Freistaat Sachsen sind es auch nur relativ wenige Fahrminuten. Hier liegt das Herz der Reformation, denn Martin Luther, der Begründer der evangelischen Glaubensrichtung hat hier seine Thesen 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen und revolutionierte damit die Welt. Eine geschichtsträchtige Stadt, die von vielen Reisenden besucht wird. Doch Wittenberg hat noch viel mehr zu bieten: eine bezaubernde Innenstadt mit wundervoller Architektur, das mittelalterliche Lutherfest, dass jedes Jahr zehntausende Besucher anlockt und zu der bekannte Bands dieses gigantische Spektakel begleiten, die wunderschöne Elbe und die zauberhafte Landschaft, die Wittenberg umgibt. Auch namhafte Künstler, wie Hundertwasser oder Herakut haben hier ihre Spuren hinterlassen.

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Schlosskirche

Ich kann Jedem nur empfehlen, einmal Wittenberg in seine kommenden Reiseziele mit einzubeziehen um sich selbst davon zu überzeugen. Anbei ein paar Eindrücke aus meiner Heimat Wittenberg.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Ausflug nach Polen

Eins der Fotoreiseziele, die ich mir für 2019 vorgenommen hatte, war Polen. Ich war vor Ewigkeiten an der polnischen Ostsee zugegen, kann mich aber kaum mehr daran erinnern. Ein Grund mehr, einen aktuellen Eindruck über unser Nachbarland zu erhaschen. Ich recherchierte schon zwei Tage vorher, welche Stadt für mich in Betracht käme, die ich an einem Tag belagern könnte. Es sollte schon eine etwas größere Ortschaft sein, damit sich das Ganze auch lohnt. Ursprünglich schwebte mir Łódź vor, was ich auch eine ganze Zeit in Betracht zog, doch nach weiterer Recherche fokussierte ich mich auf Stettin, was auf Grund des näheren Anfahrtsweges eher meine Zustimmung fand. Also entschied ich mich kurz vor dem Start für diese Stadt im Norden an der Grenze zu Deutschland. Früh morgens sechs Uhr ging es los und ich fuhr 300 Kilometer in Richtung Nordosten. Es war ein grauer und trister Tag, genau richtig für dieses Vorhaben.

Meine Reise führte mich durch Brandenburg und am Speckgürtel Berlins vorbei. Bevor ich überhaupt die Grenze erreichte, hielt ich noch in Prenzlau an, einer kleinen Stadt, die ca. 50 Kilometer vor der polnischen Grenze liegt. Hier wollte ich noch einmal tanken, musste aber trotzdem anhalten, da ich einen riesigen Dom sah, den ich unbedingt festhalten musste. Überwältigt von diesem gigantischen Baukunstwerk und der Information, dass auch hier Martin Luther gewirkt hatte, entschloss ich mich noch einen kurzen Moment zu verweilen und schlenderte durch das kleine Städtchen. Mittlerweile war es schon nach neun Uhr und ich beschloss weiterzufahren um endlich an mein Ziel zu gelangen.

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Marienkirche in Prenzlau

Am Grenzgebiet angekommen, die mobilen Daten am Handy ausgeschaltet und ohne einen Heller polnischer Währung im Portemonnaie zu haben, durchquerte ich die offene Grenze und sofort bot sich mir ein neues Bild. Alles war anders, die Beschilderungen, die Tempolimits, die Ampeln und die Straßen. Die Zebrastreifen scheinen wirklich eine besondere Priorität zu genießen, denn es wird einfach immer für die Fußgänger angehalten, sie brauchen sich vorher nicht einmal nach links und rechts umzuschauen, die Autofahrer halten an. Dies hat mich umso mehr gewundert, da es in Polen eigentlich genau andersherum ist: der Autofahrer hat Priorität und der Fußgänger hat zu warten. Die Ampeln in Stettin haben mich ganz besonders beeindruckt, hier gibt es neben diesen noch eine weitere Ampel, auf der die Wartezeit angezeigt wird. Die Sekunden zählen rückwärts und man kann sich wunderbar darauf einstellen, wie lange die entsprechende Grün- oder Rotphase noch andauert.

we will watch you
Rotes Rathaus in Stettin

Die Größe und die Architektur erinnerte mich stark an Leipzig. Stettin ist eine wundervolle Stadt, mit wirklich vielen schönen Gebäuden und Fassaden, die teilweise mächtig mondän wirken. Ich verbrachte einige Stunden im Zentrum und versuchte soviel wie möglich vor meine Linse zu bekommen. Es gab nur ein Problem, es waren nirgends kostenlose Parkplätze zu finden, man musste schier an jeder Ecke bezahlen. Mir blieb also nichts weiter übrig, als anzuhalten, auszusteigen und sofort etwas aus der Situation zu machen, oft ließ ich den Motor einfach an und flitzte nach getaner Aufnahme wieder in mein Auto. Einzig am Hafen von Stettin fand sich eine Gelegenheit länger zu verweilen ohne Gefahr zu laufen, einen Strafzettel zu bekommen. Noch bevor die Dämmerung einsetzte, fuhr ich wieder in Richtung Heimat. Vorbei an Gartz, Angermünde und Eberswalde. Ebenfalls wundervolle Ortschaften, die ich sicher in Zukunft noch einmal genauer unter die Lupe nehme.

In der Zukunft werde ich mir auch noch die vielen anderen großen Städte in Polen ansehen, Stettin war ein toller Einstieg, den ich jedem Menschen ans Herz legen kann. Anbei einige Eindrücke von meiner Reise.

 

Aufbruch in die Hauptstadt

Mitte Juni fand ein kleines Straßenfestival in Berlin statt, welches dem Besucher die italienische Küche näher bringen sollte. Des weiteren gab es einen Fotowettbewerb, der mich auch erst auf das Ereignis aufmerksam machte. Das alles klang sehr interessant und ich beschloss die 100 Km auf mich zu nehmen um eventuell ein paar interessante Aufnahmen zu erhaschen und ganz nebenbei noch ein geeignetes Bild für den Wettbewerb zu machen. Für mich ist diese Entfernung gar kein Problem, denn ich fahre natürlich sehr gern über sämtliche unbekannte Orte um eventuelle Novitäten vor meine Linse zu bekommen. Und so geschah es. Die Fahrt nach Berlin dauerte ganze drei Stunden, denn ich musste wirklich sehr oft anhalten.

old cathedral

Glücklicherweise fuhr ich den Umweg. Zossen, Mittenwalde, Königs Wusterhausen und viele weitere kleine unbekannte Örtchen gab es zu entdecken. Beeindruckende Fassaden, alte Kirchen und sogar ein kleines Schloss habe ich aufnehmen können.

coming home

the little castle

Als ich schließlich das Festival erreichte, suchte ich mir einen Parkplatz und lief mit schwerer Kamera bewaffnet dem Eingang entgegen. Natürlich musste man mein Gepäck erst einmal durchsuchen. Als ich dieses Prozedere überstanden hatte, konnte ich mich mitten ins Getümmel stürzen.

Die Sonne schien, es war noch nicht zu voll, die Leute gut drauf, was will man mehr? Ich ließ alles erst einmal auf mich wirken und machte mich mit der Umgebung vertraut. Ich probierte hier mal eine Kleinigkeit, trank da mal etwas, setzte mich, schaute mir die Menschen an und fing dann irgendwann an, die ersten Aufnahmen zu machen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Am Ende hab ich sogar noch den zweiten Platz belegt beim Fotowettbewerb und darf nun mit meiner Freundin in einem schicken italienischen Restaurant essen gehen. Na wenn das nichts ist. Hier noch ein paar Eindrücke.

Lass es dir gut gehen!

 

 

Stippvisite in Berlin

Vor einiger Zeit war ich beruflich in Berlin unterwegs. Mein Kollege und ich statteten der Buchbinderei Fuhrmann einen Besuch ab, um uns über die Arbeitsweise des Unternehmens näher zu informieren und die Geschäftsbeziehungen zu vertiefen. Während des Aufenthalts nahm ich mir meine Kamera und schoss ein paar Bilder. Dabei entstanden recht interessante Momentaufnahmen, die ich im Nachhinein noch etwas bearbeitete, um ein möglichst authentisches Alltagsleben widerspiegeln zu können.

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Aufgenommen habe ich den Geschäftsführer persönlich bei Gesprächen mit uns, die Industriehalle, die Mitarbeiter und das Lager. Mir war es wichtig, den ganz normalen Arbeitstag so interessant wie möglich darzustellen.

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Hierbei fiel mir auf, dass schwarz-weiße Momentaufnahmen richtig spannend sein können. Es wirkt meines Erachtens sehr seriös und zeitlos, modern und dennoch natürlich. Unterschiedliche Blickwinkel verstärkten den Gesamteindruck noch und trugen dazu bei, dass ich mit dem Endergebnis zufrieden sein konnte.

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Herr Fuhrmann, der Geschäftsführer, fand die Aufnahmen auch sehr gut und verwendete sogar eins für sein Whatsapp-Profil.

Ich habe viel Spaß dabei gehabt und freue mich schon darauf, wenn ich erneut die Möglichkeit dazu erhalte, die Hallen von Herrn Fuhrmann zu besuchen oder andere Unternehmen aufnehmen zu dürfen.

Lass es Dir gut gehen!