Besuch in Tschechien

Unser schönes Nachbarland

Schon lange liebäugelte ich damit, Karlsbad einen Besuch abzustatten. Es liegt noch in meinem Einzugsgebiet, welches ich an einem Tag absolvieren kann. Etwas über 300 km trennen mich von Karlsbad, was sich im Nordwesten Tschechiens befindet.  Bereits zum zweiten Mal reiste ich dieses Jahr zu unseren Nachbarn. Damals ging es nach Prag, allerdings reichten die Aufnahmen leider nicht aus um einen Artikel darüber zu schreiben, so kann ich nur einige wenige der Aufnahmen präsentieren.

Die Reise beginnt

Früh morgens um sieben fuhr ich los. Vorbei an Leipzig, Chemnitz und Oberwiesenthal, kam ich nach über drei Stunden Autofahrt an mein langersehntes Ziel. Karlsbad befindet sich nur wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze. Die im Tal liegende Stadt verzaubert vom ersten Moment an. Nachdem einige Zeit ins Land ging, um endlich eine Parkmöglichkeit zu finden, stieß ich mich ins Getümmel. Angenehm aufgefallen ist mir, dass die Stadt zwar touristisch, aber nicht überlaufen war. Die Temperatur war mild und der Himmel bedeckt, perfekt für meine Ansprüche. Ohne zu wissen, wohin genau es mich verschlägt, stapfte ich los und ließ mich vom Charme dieser schönen Stadt inspirieren.

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Die Karlsbader Innenstadt

Ich war wirklich beeindruckt, denn die Architektur ist wahrhaft atemberaubend, ich erblickte wundervolle Fassaden und Villen in Hülle und Fülle. Von all den tragischen Vorkommnissen in der Vergangenheit war nichts zu sehen. Karlsbad stand schon mehrfach in Brand und wurde von vielen Überschwemmungen heimgesucht. Ganz offensichtlich wurde hier sehr viel Geld in den Wiederaufbau gesteckt.

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Wundervolle Eindrücke

In der relativ kurzen Zeitspanne, die mir blieb, bevor der Abend hereinbrach, versuchte ich so viel wie möglich vor die Linse zu bekommen. Oft kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und die vielen prunkvollen Eindrücke ließen mich kaum vorankommen. Ständig musste ich anhalten und aus den verschiedensten Blickwinkeln den Auslöser drücken. Neben all den tollen Villen rund um den Kern und der bezaubernden Innenstadt, begeisterte auch eine Russisch-Orthodoxe Kirche, von der man meinen könnte, ein russischer Zar persönlich war hier und hat sie aufgebaut.

Karlsbad ist ebenso die Heimat des Becherovkas, ein bekannter Schnaps, den man auch in unseren Gefilden erwerben kann. Dieser Schnaps war einer der Ersten, die ich in jungen Jahren probiert habe. Allerdings erinnere ich mich, dass er meinen Geschmack nicht getroffen hat. Sogar eine Statue von Karl Marx traf ich auf dem Weg, der offensichtlich ebenfalls diese Stadt geliebt haben muss.

Ahoj, Karlsbad!

Insgesamt verweilte ich ganze fünf Stunden in Karlsbad und trat dann meinen Heimweg an. Hoch oben am Rand des Tals schoss ich meine letzten Aufnahmen, um noch einen Gesamteindruck festzuhalten. Ich fand es wirklich überwältigend. Eine grandiose Stadt, für die es sich gelohnt hat, den Weg auf sich zu nehmen. Ich empfehle jedem, dieses Kleinod einmal zu besuchen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Zu Gast in Gera

Schon seit geraumer Zeit plante ich, meinen alten Schulfreund Randy in seiner neuen Heimat Gera zu besuchen, doch hat es oft aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geklappt. Nun aber war ein fester Termin vereinbart, an dem keine Ausrede mehr gelten sollte. Er wohnt schon viele Jahre im östlichen Teil Thüringens samt seiner Familie und scheint sich inzwischen auch sehr heimisch zu fühlen. Meine Kamera im Gepäck, fuhr ich los. Zwar ging ich davon aus, dass eh nicht sehr viel Zeit für einen Rundgang durch die Stadt zur Verfügung stehen würde, denn es kündigten sich noch mehr alte Freunde an, aber es konnte ja sein, dass sich ein wenig Zeit dafür findet.

Von Wittenberg fuhr ich etwas über zwei Stunden auf der Landstraße. Vorbei am schönen Leipzig, erreichte ich schließlich die Hochschulstadt Gera. Ähnlich wie Jena, liegt sie in einem Tal und beherbergt knapp 95.000 Menschen. Sehr gut ausgebaute Straßen führten mich in die relativ zentral gelegene Behausung meines alten Klassenkameraden. Es war schön, sich nach so langer Zeit einmal wiederzusehen. Wir gingen etwas essen auf dem Ferberturm in Gera. Hier gab es eine hervorragende Küche und einen phänomenalen Ausblick. Nach zwei Stunden, die wie im Flug vorbeizogen und bis zur Ankunft der anderen, ging Randy auf mein Hobby ein und schlug vor, etwas durch die Stadt zu ziehen. Natürlich freute es mich und ich nutzte die Gelegenheit, ein paar Eindrücke von Gera zu erhalten. Wir parkten nahe der Innenstadt und liefen bis zum Marktplatz. Was mir auffiel, waren die teilweise wunderschönen Fassaden, die in hohem Maße anzutreffen waren. Zwei der imposantesten Gebäude waren das Rathaus und das Theater Geras. Ersteres erinnerte mich sehr stark an den Baustil des Torgauer Schlosses sowie den, des Residenzschlosses in Dessau. Offensichtlich sind dies Baustile derselben Epoche.

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das Rathaus in Gera

Abschließend ging es noch nach „Untermhaus“, einen Stadtteil Geras, der sich direkt an der weißen Elster befindet. Das war wirklich das Highlight der Führung, eine wundervolle Aussicht und tolle Architektur begeisterten mein Fotoherz. Das Titelbild dieses Artikels zeigt beispielsweise besagten Stadtteil. Ich wäre gern noch länger geblieben, aber inzwischen traf der Rest unserer Gang ein und wir fuhren wieder zu Randys Wohnung. Nun kam es natürlich zu keinen Bildern mehr, denn es gab viel zu viel zu erzählen.

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Blick in die Innenstadt

Am nächsten Morgen frühstückten wir alle gemeinsam und traten dann den Heimweg an. Randy gab mir noch einen Tipp und zwar sollte ich über Ronneburg fahren, dort steht ein altes Schloss, was sicher ein gutes Motiv für mich wäre. Gesagt getan, machte ich mich auf und hielt im beschaulichen Ronneburg an. Nach kurzem Schlendern durch das Örtchen und Smalltalk mit Einheimischen, erreichte ich schließlich das alte Schloss, welches majestätisch empor ragte. Gepaart mit dem düsteren Wetter, ergab es ein Motiv, ganz nach meinem Geschmack. Ich schoss ein paar Bilder und machte mich dann auf den Heimweg. Einen kurzen Stopp legte ich noch in Zeitz ein und versuchte die düstere Atmosphäre festzuhalten. Grauer Himmel, viel Regen und alte Gebäude sind einfach eine grandiose Mischung.

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Schloss Ronneburg

Es war ein wirklich tolles Wochenende. Dass ich sogar noch genug Bilder für einen kleinen Artikel zusammenbekommen habe, freut mich obendrein. Falls du eines Tages in der Nähe sein solltest, halt doch mal an und überzeuge dich selbst vom schönen Gera.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Berliner Westen und das Havelland

Vorgeschichte

Neulich dachte ich, dass ich mir irgendwann einmal unsere Hauptstadt vornehmen müsste. Berlin bietet doch soviel und besitzt unerschöpfliches Potential für einen Menschen, der das Fotografieren liebt. Natürlich ist es völlig unmöglich, diese Megacity an nur einem Tag würdig widerspiegeln zu können, es bräuchte Wochen, um einen einigermaßen handfesten Artikel samt Bildern verfassen zu können. Also entschloss ich mich dazu, etappenweise Besuche abzustatten und immer mal wieder einige Aufnahmen mitzunehmen, vielleicht gibt es irgendwann einmal genügend Material, für einen eigenen Beitrag.

Auf nach Berlin

Also schaute ich auf die Karte und entschied mich für den Westen Berlins. Hier findet man das sagenumwobene Schloss Charlottenburg. Seit Anbeginn meiner Leidenschaft, wollte ich es vor meine Kamera bringen, denn die perfekte Symmetrie dieses historischen Gebäudes würde ganz sicher dazu führen, dass am Ende ein tolles Bild dabei raus kommt. Gesagt, getan. Bei Zeiten ging es los. Ungefähr zwei Stunden musste ich für die Fahrt einplanen, denn der Verkehr eilt seinem Ruf voraus in dieser Gegend.

Ankommen

Nach relativ guter Fahrt kam ich schlussendlich an, parkte meinen Wagen zu überteuerten Gebühren und lief meinem Traumziel hoffnungsvoll entgegen. Und in der Tat, es war imposant. Als ich davor stand musste ich es kurz auf mich wirken lassen, so sehr beeindruckte es mich. Ich ging zu Boden und fotografierte es auf meine übliche Art und Weise. Anschließend erkundete ich noch die Umgebung des Schlosses. Ich durchstreifte die Orangerie und lief ein wenig durch den Park des prunkvollen Anwesens. Gegenüber von Schloss Charlottenburg fiel mir noch ein wunderbares Denkmal von Prinz Albrecht von Preußen auf, welches ich aus jedem Winkel fotografierte.

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Denkmal Prinz Albrecht von Preußen
Ein neuer Plan

Mittlerweile waren fast zwei Stunden vergangen, aber der Tag hatte doch erst begonnen, also weshalb nicht noch mehr Eindrücke irgendwo sammeln? Direkt ins Herz Berlins fahren? Nein, diesem Stress wollte ich mich nicht aussetzen, also kam mir die Idee, einfach weiter in Richtung Westen zu fahren, in das Havelland. Vor einiger Zeit durchquerte ich es bereits und empfand es als recht idyllisch. Da ich nun bereits in der Nähe war, entschied ich mich kurzerhand ein neues Ziel in das Navi einzugeben: Brandenburg an der Havel.

Auf nach Brandenburg

Schon als ich die äußeren Grenzen Berlins verließ und in die beruhigend flache Landschaft samt strahlendem Sonnenschein eintauchte, machte sich ein wohlig entspannendes Gefühl in mir breit. Es war wie in diesen amerikanischen Roadmovies, in denen die Protagonisten in einem Ford Mustang dem endlosen Highway mitten im Nirgendwo der untergehenden Sonne entgegen fuhren. Auch ich fühlte mich gezwungen, die Scheiben herunterzulassen, die Sonnenbrille aufzusetzen und den angewinkelten Arm auf die Fahrertür gemütlich abzulegen, während aus dem Radio Tom Petty mit seinem Song „free falling“ lief.

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Weiten des Havellands
Quer durch das Havelland

Bereits der Weg nach Brandenburg war durchzogen von kleinen Örtchen, deren Architektur teilweise an vergangene Zeiten erinnerten. An jeder Ecke sah ich wunderschöne Häuschen, Vorgärten und versteckte Gutshäuser, die schon fast wie kleine Schlösschen aussahen. Oft hielt ich an, lief noch ein paar Meter und war fasziniert, was dort für kleine Kostbarkeiten zu entdecken waren, die außerhalb der Orte anscheinend kaum Bekanntheit erlangten.

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Gutshaus Roskow
Ankommen in Brandenburg an der Havel

Schließlich erreichte ich mein Ziel und war begeistert vom Flair dieser tollen Stadt. Bildschöne Fassaden, Brücken, Türme, Parks, Wasser, einfach alles, was das Herz begehrt, findet man in diesem Kleinod. Man kann wunderbar flanieren durch die sehr gut erhaltene Innenstadt, an der Havel oder den liebevoll hergerichteten Altbauwohnungen. Eine herrlicher Ort, die man unbedingt einmal besuchen sollte.

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Fassaden in Brandenburg
Weiter nach Werder

Mittlerweile gingen schon einige Stunden ins Land und ich beschloss so langsam aber sicher in Richtung Heimat zu fahren. Auf dem Rückweg könnte ich den Weg über Werder an der Havel und Potsdam nehmen, nicht die kürzeste Route, aber immerhin wäre dies wieder ein Ort mehr, den ich von meiner Liste streichen könne. Erneut durchstreifte ich unbekanntes Land und war fasziniert von der unendlichen Weite, die sich mir erschloss. Oft machte ich eine kleine Rast und genoss den Ausblick in die wunderschöne Natur. Plötzlich begegnete mir ein braunes Schild, auf dem stand „Götzer Berge“. Hier? Mitten im grünen Flachland, Berge? Ich konnte nicht anders, ich musste abbiegen und mir die Sache ansehen. Ich fuhr und fuhr, es wurde leicht hügelig, aber riesige Berge? Ich kam schließlich in einem kleinen Ort Götz an. Nun musste ich anhalten und einem verlassenen Pfad folgen, der mich zu einem Aussichtsturm führen sollte. Es verging fast eine halbe Stunde, doch der Weg hatte sich gelohnt. Als ich auf den Turm stieg bot sich mir eine herrliche Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen auf weite Teile des Havellands.

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Götzer Berg

Fasziniert von dieser Erfahrung trat ich nun den Weg Richtung Werder an der Havel an. Auch hier erwarteten mich tolle Eindrücke, kleine Gässchen, durch die es sich gemütlich flanieren lässt,  wunderbar erhaltene Häuschen und sogar eine Windmühle, die einsam und allein auf einem kleinen Hügel steht und sich prächtig in das Panorama der Stadt eingliedert. Ein hervorragender Abschluss einer tollen Fototour. Das Havelland hat mir wirklich sehr gefallen. Gern komme ich wieder.

Zu Guter Letzt noch ein paar Impressionen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

 

 

Bezauberndes Thüringen

Spontaner Aufbruch nach Thüringen

Neulich wachte ich an einem Samstagmorgen auf und nahm mir vor, einfach mal nach Thüringen zu fahren, das grüne Herz Deutschlands soll doch so schön sein. Sicher bin ich in der Vergangenheit bereits dort gewesen und fand es auch ganz toll, so weit ich mich erinnere, aber das waren Zeiten, in denen die Fotografie für mich noch gar keine Rolle gespielt hat. Ich packte also meine Tasche, stieg ins Auto und fuhr dem Sonnenaufgang entgegen ins 170 Kilometer weit entfernte Thüringen.

Camburger Ausblick

Ankommen in Thüringen

Mein erster Halt war gleich an der Grenze zu Sachsen-Anhalt: Eisenberg. Ich entdeckte  ein Schild am Straßenrand auf dem „Dornburger Schlösser“ stand. Da mir bewusst war, dass ich an einem Tag natürlich nicht alles begutachten kann, entschied ich mich, auf das Zisterzienserinnenkloster in Eisenberg zu verzichten und bog in Richtung Schloss ab. Doch bevor ich es erreichen konnte, sah ich auf halbem Wege ein weiteres braunes Schild, auf dem stand „Wasserburg Schkölen“. Ich konnte mich dem Gefühl nicht entziehen, etwas zu bereuen, wenn ich nicht dort hin fahren würde, also bog ich ab. Ich wollte keine Zeit verlieren, aber auch auf diesem Weg zur Wasserburg musste ich anhalten, schuld war die wundervolle Kirche in Poppendorf. Ich fotografierte sie von allen Seiten und eine freundliche einheimische Dame erzählte mir ein wenig darüber. Mittlerweile war es ungefähr zehn Uhr. Endlich erreichte ich das Wasserschloss und was ich da zu Gesicht bekam, war einfach traumhaft. Eine wunderbar erhaltene kleine Burg, umringt von einem Wassergraben, schmückte das Stadtbild dieses kleinen Örtchens perfekt aus. Die Kulisse wäre ideal für jeden mittelalterlichen Streifen geeignet.

Dorfkirche Poppendorf

Jena, Stadt der Wissenschaft

Ich musste jedoch weiterziehen, da ich noch ein ordentliches Programm vor mir hatte. Endlich erreichte ich die Dornburger Schlösser. Unglücklicherweise waren sie so weit oben auf dem Berg, dass ich beschloss, nur von unten ein kleines Panoramabild aufzunehmen und weiter in Richtung Jena zu fahren. Was für eine wunderschöne Stadt. Um Zeit zu sparen entschied ich, Einheimische zu fragen, von welcher Position aus man das schöne, im Tal liegende Jena am besten aufnehmen könne. Sehr freundliche Besitzer eines Cafés im skandinavischen Stil halfen mir dabei. Wir kamen ins Gespräch und ich verweilte eine kurze Zeit. Anschließend fuhr ich an die empfohlene Stelle und hatte in der Tat einen wundervollen Blick über Jena. Danach ging es weiter nach Weimar.

Blick in die Ferne

Weimar & Erfurt

Auf dem Weg fiel mir die schöne Landschaft auf, die leider von Windrädern übersät war. Selten konnte ich einen Landstrich gänzlich ohne sie aufnehmen. In Weimar angekommen, einer wahrhaft geschichtsträchtigen Stadt, war ich sofort fasziniert. Als sei die Zeit stehen geblieben, waren neben all den Touristen auch Kutschen und Barockkleider zu sehen. Verspielte Architektur und herrliche Denkmäler durchfluteten meine Rezeptoren. Ein wunderschöner Ort, dem man eigentlich einen ganzen Tag schenken müsste um ihn in Gänze zu erschließen. Aber leider war das nicht zu machen, ich musste weiter.

Nun war Erfurt an der Reihe. Die Hauptstadt Thüringens bestach durch eine einzigartige Stadtmitte. Wundervolle Fassaden die dem Erfurter Dom gegenüber standen und in deren Mitte sich die Menschen auf dem Markt tummelten. Keine Zeit für Krämerbrücke oder den Egapark, Gotha rief schon.

kleine Kirche in Gotha

Gotha & Eisenach

Als ich in Gotha eintraf, fiel mir sofort eine wunderschöne Kirche am Wegesrand auf. Es half nichts, ich musste anhalten. Ein freundlicher Mann saß davor und ich fragte ihn ein wenig über diese architektonische Schönheit aus. Er war jahrelang Küster in dieser Kirche. Zum Abschluss wies er mir noch den Weg und gab mir ein paar Tipps für meine Reise. An der Stelle muss ich ehrlich sagen, dass ich ausnahmslos freundliche und liebenswerte Menschen getroffen habe. Als ich die Innenstadt betrat, war ich wirklich geplättet. Eine wundervolle Stadt mit bezaubernder Architektur. Man kann es nicht in Worte fassen, man muss es einfach selbst erleben.

Auf gings zur letzten Etappe: Eisenach. Ich wusste, dass hier die Wartburg steht, von all der Schönheit, die mir jedoch präsentiert wurde, konnte ich nicht im Traum dran denken. Auch Eisenach besitzt eine wirklich wundervolle Altstadt mit historisch bedeutsamen Bauwerken wie beispielsweise das Bach- und das Lutherhaus. Das ist eben das Schöne daran, wenn man spontan irgendwo hinfährt und sich einfach völlig überraschen lässt.

Hohe Lilie in Erfurt

Abschied von Thüringen

Auf dem Rückweg plante ich noch über Mühlhausen und Bad Langensalza zu fahren, aber leider gab es eine Vollsperrung und ich nahm den langweiligen Weg über die Autobahn zurück nach Sachsen-Anhalt. Zum Abschied kam ich aber noch an den „Drei Gleichen“ vorbei, die ein wahrhaft imposantes Bild abgeben. Ich muss wirklich sagen, dass mir dieser Streifzug durch dieses wunderschöne Bundesland sehr gefallen hat. Ich werde bald wieder kommen und mich dem Rest Thüringens widmen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

 

 

 

Das schöne Land

Ehrlich gesagt, fällt es mir gerade nicht leicht, einen Anfang zu finden. Die immense Fülle an wundervollen Eindrücken, die ich in den vergangenen Tagen sammeln konnte, ist dafür verantwortlich, dass ich nicht weiß, womit ich beginnen soll. Noch immer muss ich die überwältigenden Gefühle verarbeiten, die in mir aufkamen, während ich durch diese einzigartige Gegend streifte. Diese Mannigfaltigkeit an Natur, diese verwunschene Architektur der Dörfer und Gemeinden, die versteckten und gänzlich unbekannten Areale längst vergangener Zeiten und die Ausblicke, die mich zum Davonschweben animierten, können nicht in Worte gefasst oder anderweitig wiedergegeben werden. Man muss es erleben, man muss es fühlen und sich darauf einlassen. An Hängen stehend und der unendlichen Weite entgegen blickend, hat man das Gefühl, die Zeit bleibt für einen Augenblick stehen. Während der Wind seicht um die Stirn weht und der Blick in die Ferne schweift, fühlt es sich an, als möchte man diesen Ort niemals mehr verlassen.

I can feel you

Ich schreibe aus dem Herzen Deutschlands. Einen Landstrich, den ich wahrhaft lieben gelernt habe; den nördlichen Teil Hessens. Ich hatte das Glück, einige Tage dort verweilen zu können und wusste nicht, wie viele wundervolle Impressionen ich mitnehmen werde. Ich kann nur versuchen, einigermaßen die Gefühle zu übermitteln, die ich empfand, als ich die Gegend durchstreifte, zu Fuß, mit dem Auto und per Zweirad.

das schöne Land

Vom beschaulichen Wolfhagen aus, startete die erste Tour, mit dem Ziel Warburg, im südlichsten Zipfel Nordrhein Westfalens. Vorbei an Orten, deren Namen schon so verträumt klingen, als seien sie aus einem Märchen längst vergessener Zeit. Zierenberg, Volkmarsen, Germete, Welda oder Hofgeismar, um nur einige zu nennen. Eine geschichtlich bedeutende Region. Burgen, Jahrmillionen alte Steinbrüche, uralte Gräber, Naturschutzgebiete und Landstriche, die an entfernte Gefilde Südamerikas oder die mongolische Steppe erinnern.

could be Panama

Ich möchte versuchen, an Hand meiner Bilder die Gefühle wiederzugeben. Ich möchte meine Erfahrungen teilen und sie für die Ewigkeit festhalten. Es würde mich glücklich machen, wenn ich es schaffen würde, einige dieser Emotionen zu verewigen und transportieren zu können. Vielleicht fühlst auch du etwas dabei und die Aufnahmen veranlassen dich dazu, einen kurzen Moment inne zu halten und in ferne Lande zu schweben.

Lass es dir gut gehen.

~ Ulli

Glitch Effekt

Nachdem ein Foto geschossen und für gut befunden wurde, geht es in die Bearbeitung in Lightroom und Photoshop. Manchmal bin ich mir noch gar nicht im Klaren, in welche Richtung es gehen soll, was zu dem Bild passt oder was mich bewegt. Ich fange einfach an und dann kommt ein Schritt zum Nächsten. Manchmal düster, manchmal klare und frische Farben, schwarz-weiß, abstrakt oder etwas Typographie. Es gibt viele Facetten und Möglichkeiten, die ich für kombinierbar halte.

be prepared

Ein richtig spannendes Resultat erzielt man mit dem Glitch Effekt. Zu Deutsch: Panne. Mir ist durchaus bewusst, dass dies nicht jedermanns Sache ist, aber ich bin absoluter Fan! Es gibt massig Spielarten und man kann unendlich viel herumexperimentieren. Ich verbinde eine Menge an Gefühlen, wenn ich solche Bilder sehe, die an den Anfang des Films „Sieben“ erinnern. Ich denke unerklärlicherweise an die Vergangenheit, an eine Retrospektive, an abstrakte Kunst an etwas unperfekt Faszinierendes. Mich fesselt es einfach. Gepaart mit etwas Typographie, kann etwas einzigartig Tolles entstehen. Zeitlos und modern, faszinierend und extravagant, so würde ich es als Gestaltungsmittel beschreiben.

you know I am right

Beatclub

Es ist nicht schwer diesen Glitch Effekt zu erschaffen. Einfach die gewünschte Datei in Photoshop öffnen, auf Kanäle gehen und irgendeinen davon auswählen, zB. rot. Dann Filter / Verzerrungsfilter / Schwingungen und etwas mit den Reglern rumspielen. Anschließend, wenn alles getan ist und man das Resultat akzeptabel oder möglicherweise umwerfend findet, dann wieder auf den Kanalreiter gehen und den RGB Kanal anklicken, fertig ist der Glitch Effekt. Man kann die Sachen auch noch animieren, wie im Beitrags- und dem letzten Bild dieses Artikels zu sehen. Dafür ist ein Videotutorial jedoch besser geeignet um es zu erklären.

Versuch es selbst! Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse.

Lass es dir gut gehen!