Tagestour in den nördlichen Harz

Der Plan

Eines frühen Samstagmorgens überlegte ich mir, welches Ziel ich ansteuern könnte um meine Kamera zu füttern. Ich blickte auf die Karte und sah mir an, was so alles an einem Tag zu erreichen ist. Mir stach Goslar ins Auge. Ich hörte schon einige Male von dieser Stadt, aber nur beiläufig. Noch nie hatte ich mich mit ihr beschäftigt. Ich konnte nicht einmal einordnen, in welchem Bundesland sie liegt. Glücklicherweise bringt mich die Fotografie dazu, diese Zustände zu ändern. Das Ziel, äußere niedersächsische Grenze, war also gesetzt. Etwas über zwei Stunden Fahrt musste ich einplanen, aber natürlich blieb es nicht dabei, denn es lagen verlockende Ortschaften auf dem Weg, allen voran Wernigerode, in der ich bisher ebenfalls noch nicht zugegen war. Doch die größte Vorfreude hatte ich, als ich sah, dass auch die Burg Falkenstein auf dem Weg lag. Ich düste also noch in der Dunkelheit los um mein Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

IMG_9722

Weil gerade die Winterzeit ansteht und ich nur ein relativ kurzes Zeitfenster habe, in der es nicht dunkel ist, sah ich mich gezwungen, die ungeliebte Autobahn zu nehmen. Als ich eine Stunde unterwegs und kurz vor Aschersleben war, bemerkte ich, dass es ein wirklich sehr diesiger Tag werden würde. Ich liebe ja schaurig düsteres Wetter, da man dadurch ganz besonders kontrastreiche Bilder machen kann, aber Nebel? Ich konnte kaum zwanzig Meter weit in die Ferne blicken, meine Hoffnung, ein Bild der im nördlichen Harz liegenden Burg Falkenstein machen zu können, schwanden, je näher ich dem gleichnamigen Ort kam.

Ankommen auf Burg Falkenstein

Um überhaupt erst einmal in den Genuss der Burg zu kommen, fährt man serpentinenartig auf die Spitze eines Berges, auf dem die Burg im zwölften Jahrhundert errichtet worden ist. Oben angekommen, ist man jedoch gezwungen sein Auto abzustellen und noch zwei Kilometer zu Fuß durch den Wald zu marschieren. Ich blickte auf die Uhr und haderte, ob ich das zeitlich alles noch hinbekomme oder nicht, ich entschloss mich dazu, denn schließlich bin ich nicht jeden Tag in der Gegend.

Mittlerweile war es ungefähr zehn Uhr morgens. Niemand war da, was auch dem Wetter geschuldet sein kann, denn es war extrem düster, grau und der Schnee hatte sich mittlerweile auch ausgebreitet so weit oben. Aber umso besser. So ein schöner Spaziergang ganz allein mitten im Nirgendwo hatte auch seinen Charme. Ich wanderte den Berg hinauf und folgte den wilden Pfaden in der Hoffnung, der Weg sei der Richtige. Fast schon gespenstisch aber auch märchenhaft kam mir die Stimmung an diesem verlassenen Ort vor.

OOP

Endlich war ich da, der Koloss stieg vor mir im Nebel empor und blickte mit machtvoller Aura zu mir herab. Es war sagenhaft und mit Worten kaum zu beschreiben. In diesem Moment fand ich es gar nicht so schlecht, dass es sehr nebelig war, unterstreichte das Ganze doch die Bedrohlichkeit.

IMG_9736

Weiter nach Wernigerode

Beeindruckt von diesen Impressionen düste ich wieder Richtung Autobahn bis nach Wernigerode. Schon oft habe ich tolle Bilder von Fotografen gesehen, die die bezaubernde Stadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und dem bekannten Rathaus aufgenommen hatten, ich wollte das endlich auch einmal tun. Es klarte etwas auf und ich konnte Wernigerode in vollen Zügen genießen. Es war das perfekte Wetter für mich: keinerlei Sonne, sondern ein bedeckter Himmel, ideal um schattenfreie Aufnahmen zu machen. Ich schlenderte quer durch die Stadt und versuchte aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln meine Bilder zu machen. Ich glaube, dass viele Passanten mich oft schräg anschauen bei meinen Posen. Es ist wirklich ein märchenhaftes Städtchen und ich kann jedem Menschen einen Besuch wärmstens empfehlen.

IMG_9763

Auf nach Goslar

Nun war es an der Zeit weiterzuziehen um noch rechtzeitig an mein eigentliches Ziel zu gelangen. Ich verließ also Sachsen-Anhalt und überquerte die Grenze nach Niedersachsen. Ich orientierte mich einfach in Richtung Stadtmitte und fand glücklicherweise einen Parkplatz, was nebenbei bemerkt, in Wernigerode ein ziemlicher Krampf war. Auch hier lag etwas Schnee und der Himmel war trüb. Perfekt! Ich fragte mich ein wenig durch und entdeckte eine wunderschöne Stadt, die ebenfalls voller liebevoll restaurierter Fachwerkhäuser war. Ich habe viele freundliche Leute getroffen, die mir Einiges über diese Stadt erzählten. Nach diesen ganzen Eindrücken hatte ich eine Rast wirklich verdient und kehrte ins örtliche Brauhaus ein. Eine echte Empfehlung, denn das Essen war wirklich ein wahnsinnig leckerer Gaumenschmaus. Das selbstgebraute Bier, die freundliche Bedienung und das schöne rustikale Ambiente rundeten das Ganze perfekt ab. Gesättigt und zufrieden zog ich noch ein wenig durch die Innenstadt Goslars, schoss ein paar Aufnahmen und machte mich wieder auf den Heimweg.

Anbei ein paar Eindrücke dieser wirklich schönen Tour durch den Nordharz.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

 

Meine Heimat Wittenberg

Seit etwas über einem Jahr gehe ich nun schon meiner Leidenschaft nach und bereise so oft es nur geht die unterschiedlichsten Gegenden: von der Ostsee, über das schöne Sachsen, nach Hessen, Hamburg, Brandenburg, Thüringen, die Schweiz oder Polen und komme doch immer wieder gern nach Hause in meine Heimatstadt Wittenberg in Sachsen Anhalt. Die meisten meiner Freunde sind weggezogen und verstreut in aller Herren Länder, ich bin einer der Wenigen, die geblieben sind und muss sagen, dass ich es nicht bereue. Seit nunmehr 37 Jahren wohne ich in einer der wunderschönsten Kleinstädte Deutschlands und habe im Laufe der Zeit natürlich auch einige Aufnahmen machen können, die ich gern mit euch teilen möchte.

IMG_970111
Der Marktplatz von Wittenberg

Von Wittenberg gelangt man an ganz viele wundervolle Reiseziele. Es sind nur ca. 80 Kilometer bis Leipzig und 100 bis Berlin. Man erreicht schnell Nachbarländer wie Polen oder die Tschechei und in knapp drei Stunden ist man schon an der Ostsee. Für einen Menschen wie mich, der die Fotografie liebt, also perfekt!

Wittenberg liegt direkt am Bundesland Brandenburg und bis zum Freistaat Sachsen sind es auch nur relativ wenige Fahrminuten. Hier liegt das Herz der Reformation, denn Martin Luther, der Begründer der evangelischen Glaubensrichtung hat hier seine Thesen 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen und revolutionierte damit die Welt. Eine geschichtsträchtige Stadt, die von vielen Reisenden besucht wird. Doch Wittenberg hat noch viel mehr zu bieten: eine bezaubernde Innenstadt mit wundervoller Architektur, das mittelalterliche Lutherfest, dass jedes Jahr zehntausende Besucher anlockt und zu der bekannte Bands dieses gigantische Spektakel begleiten, die wunderschöne Elbe und die zauberhafte Landschaft, die Wittenberg umgibt. Auch namhafte Künstler, wie Hundertwasser oder Herakut haben hier ihre Spuren hinterlassen.

IMG_8797
Schlosskirche

Ich kann Jedem nur empfehlen, einmal Wittenberg in seine kommenden Reiseziele mit einzubeziehen um sich selbst davon zu überzeugen. Anbei ein paar Eindrücke aus meiner Heimat Wittenberg.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Abstecher nach Hamburg

Einladung nach Hamburg

Ende September diesen Jahres wurde ich nach Hamburg eingeladen. Grund hierfür war ein Fotowettbewerb, an dem ich vor vielen Monaten mit einigen meiner ersten Bilder, ins Rennen ging. Da es Samstag war, meine Freundin arbeiten musste und ich mir so eine Veranstaltung schon immer mal ansehen wollte, dachte ich mir, den Weg kann ich auf mich nehmen. Die nordwestliche Region ist mir bisher sowieso noch relativ unbekannt, einzig und allein Bad Segeberg und Oldenburg hatte ich vor längerer Zeit einmal besucht, also gab es genug Gründe für mich, die Fahrt anzutreten. Mit „Moon Taxi – too high“ in Dauerschleife, startete ich also und fuhr entspannt Richtung Hamburg.

red past
Oldenburg

Die Reise nach Hamburg

Fährt man mit dem Auto, ist man von Wittenberg in ca. drei bis vier Stunden in der Hansestadt. Natürlich war mir klar, dass ich deutlich länger brauchen würde, da bereits auf dem Weg dahin einige interessante Ziele liegen, die ich unbedingt aufnehmen musste. Neuruppin war beispielsweise solch ein Ort, den ich sehr gern einmal besichtigen wollte. Dies war auch mein erster Halt. Der Geburtsort Theodor Fontanes, zog mich sofort in seinen Bann, diese wundervolle Architektur gepaart mit viel Grün und einem anliegendem See, hatten mich zu einer viel längeren Verweildauer verleitet, als ursprünglich gedacht. Allein über diesen bezaubernden Ort, hätte ich einen Artikel verfassen können.

IMG_7493
Neuruppin

Weiter gehts

Mittlerweile verging doch schon etwas viel Zeit, so dass ich weiterfuhr. Nun sollte Wittstock an der Reihe sein, doch der Weg war dann doch etwas weit weg von meiner Route, so dass ich beschloss, nicht anzuhalten und weiter Autobahn fuhr. Ein paar Kilometer entfernt, sah ich ein Schild, auf dem Museumsschloss Meyenburg stand, ich konnte nicht anders, ich musste abfahren und es mir ansehen. Ich nahm die Ausfahrt, um ins ca. zehn Kilometer entfernte Meyenburg zu gelangen, doch schon auf halber Strecke zwang mich ein Stau dazu, leider wieder Kehrt zu machen. Nun entschied ich mich bis nach Hamburg durchzufahren.

Ankommen in Hamburg

Am frühen Abend erreichte ich dann mein Ankunftsziel, ging ins Hotel, machte mich frisch und traf pünktlich zur Veranstaltung ein. Über vierzig Fotografen nahmen teil und alle wurden in der gesamten Halle mit ihren Werken ausgestellt. Die besten Drei wurden prämiert. Das Schönste aber war, dass ein Buch produziert und an alle Teilnehmenden verschenkt wurde, in dem alle Fotografen samt Werken und Kontaktdaten hinterlegt worden sind. Auch wenn ich nicht unter den Erstplatzierten war, bin ich froh darüber, die Erfahrung gemacht zu haben.

Morgens in Hamburg

Nach der Veranstaltung ging ich früh heim ins Hotel, da ich am nächsten Morgen zeitig aufstehen wollte, um Hamburg am Morgen aufnehmen zu können. Sechs Uhr klingelte mein Wecker, ich frühstückte, checkte aus und fuhr quer durch Hamburg. Ich versuchte soviel wie möglich einzufangen, von der Innenstadt bis hin zu den Docks. Es war herrlich, die Sonne ging langsam auf und kaum ein Mensch war auf den Straßen dieser Metropole anzutreffen.

IMG_7521
Hamburger Bahnhof

Rückfahrt per Landstraße

Den Rückweg in die Heimat nahm ich diesmal nicht über die Autobahn. Auf der Fahrt würde ich soviele interessante Orte durchqueren, da wäre es sehr schade, wenn ich sie nicht besuche um sie festzuhalten, schließlich ist man nicht jeden Tag in der Gegend. Also ging es südlich Richtung Lüneburg. Schon auf dem Weg dahin musste ich in zwei Orten anhalten: Winsen (Luhe) und in Bardowick. Ich konnte an diesen Orten einfach nicht vorbeifahren, ohne ein Bild zu machen. In Lüneburg angekommen, einer Stadt, von der ich vorher gar nichts wusste, außer, dass sie in der Salzgewinnung eine große Rolle gespielt hat, zwang mich die überwältigende Anmut der Hansestadt dazu, einen Parkschein zu kaufen und länger zu verweilen. Diese Stadt ist einfach unbeschreiblich schön, es gibt nahezu keine Ecke, die den Betrachter nicht in Staunen versetzt. Ich kam aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus, für mich wirkte es wie Klein-Amsterdam. Weiter ging es über Uelzen in Richtung Sachsen-Anhalt.

IMG_7708
Lüneburg

Nach Hause über Sachsen-Anhalt

Schwer beeindruckt von Lüneburg, ging es weiter Richtung Heimat. Ich entschied über den Norden Sachsen-Anhalts zu fahren, dem ich ebenfalls bisher keine Aufmerksamkeit schenkte, was ein echter Fehler war, wie ich nun weiß. Mein Weg verlief über Uelzen, in dem der bekannte Hundertwasser-Bahnhof steht, das bezaubernde Bergen, das letzte Örtchen in Niedersachsen bevor man Sachsen-Anhalt erreicht, bis hin nach Salzwedel, Stendal und Tangermünde. Für all diese wirklich bezaubernden Orte müssten eigene Beiträge verfasst werden, um Sie ausreichend zu würdigen, doch das sprengt den Rahmen des ohnehin viel zu langen Artikels. Aus diesem Grund möchte ich nur noch die Bilder sprechen lassen und hoffe, dazu zu ermutigen, selbst einmal diese Gefilde zu besuchen.

~ Ulli

 

 

Schweizzeit

Die Fahrt in die Schweiz

Mein bester Freund Danny ist vor vielen Jahren in die Schweiz gezogen um dort ein neues Leben zu beginnen. Es hat ihn ganz in die Nähe des Züricher Sees verschlagen, im deutschsprachigen Kanton Schwyz. Bei guten Fahrverhältnissen trennen uns ganze acht Stunden Autofahrt, somit ist ein häufiges Treffen natürlich nicht möglich, aber ein- bis zweimal im Jahr nimmt einer von uns beiden den weiten Weg auf sich und wir besuchen uns. Diesmal war ich an der Reihe. Mit Stativ und Kamera bewaffnet, freute ich mich, die vielen Kilometer auf mich zu nehmen, um in die wunderschöne Schweiz zu fahren.

Um überhaupt erst einmal in die Schweiz zu gelangen, musste ich durch vier Bundesländer fahren: Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Natürlich hielt ich manchmal an und musste das eine oder andere Objekt festhalten, allerdings hätte es Tage gebraucht und ich wäre niemals angekommen, wenn ich all die interessanten Städte und Burgen besichtigt hätte, die sich allein auf dem Weg zum Zielland befanden.

IMG_6589

Die ersten Eindrücke der Schweiz

In Lindau angekommen, sah ich schon die ersten schweizer Nummernschilder, die sich die Waage hielten zwischen den Deutschen und den Österreichern. Um in das bergige Land zu gelangen, musste ich an der östlichen Seite des Bodensees vorbei und einen kurzen Abstecher nach Österreich machen um den Grenzübergang in die Schweiz zu passieren. Ich kaufte mir keine Vignette, die von Nöten ist, wenn man die Autobahnen des Landes nutzen möchte, sondern wählte bewusst den längeren aber sicher schöneren Landstraßenweg. Ich spürte sofort, dass ich in einem anderen Land zugegen war, die Landschaft beeindruckte mich bereits auf den ersten Metern. Vom Sonnenschein begleitet, durchquerte ich schon die ersten herrlichen Städte und Dörfer, die Namen besaßen, als seien sie aus einer Fantasywelt entsprungen: Teufen, Herisau, Wattwil, Ricken oder Uznach, um nur einige zu nennen.

IMG_6602

Ankommen in der Schweiz

Endlich war ich da. Natürlich war die Freude groß, dass wir uns nach so langer Zeit wieder sahen. Ich berichtete Danny von meinen ersten Eindrücken, die phänomenal aber auch seltsam für mich waren. Zum Einen war da diese umwerfende Landschaft und zum Anderen sah ich fast keine Menschen auf den Straßen. Es war Samstagnachmittag, ich sah Niemanden, der spazieren ging, keine Familien auf Balkonen, die zusammen Kaffee tranken, keine Kinder, die auf den Wiesen spielten oder Jugendliche, die grillten oder eine Fahrradtour machten. Mir fiel auf, dass es nur vereinzelt Balkone gab, an denen Blumenkästen zu sehen waren, allerdings bemerkte ich wiederum, dass die Menschen, wenn ich denn welche auf dem Weg zum Züricher See zu sehen bekam, ausnahmslos freundlich und rücksichtsvoll waren. Ich erinnere mich an eine Situation, in der sich ein junger Schüler äußerst freundlich in beide Richtungen bedankt hatte, als die Autofahrer auf allen Seiten anhielten, damit er die Straße überqueren konnte oder gemütlich gewartet wurde, als eine Herde Kühe quer über die Straße trabte.

Kreuz und Quer durch die Schweiz

Wir hatten viel zu besprechen, wir grillten, tranken und gingen abends noch in ein Livekonzert. Am nächsten Morgen fuhren wir mit seinem Auto quer durch das Land mit dem Ziel, Freunde zu besuchen, die ebenfalls mittlerweile in der Schweiz leben, im Kanton Aargau. Über sie verfasste ich bereits einen Artikel, einen meiner ersten. Es war ein herrlicher Weg. Vorbei am Züricher See und einigen Kantonen, erreichten wir das Ziel in etwas über einer Stunde. Zwischendurch nötigte ich Danny des Öfteren anzuhalten, damit ich ein paar Fotos machen konnte, schließlich war ich von all den Eindrücken sichtlich überwältigt. Es war ganz sicher nicht leicht für ihn, aber er ließ sich nichts anmerken. wofür ich ihm sehr dankbar bin.

IMG_6664

Schweizweit

Wir verweilten nur kurz. Wir zogen weiter Richtung Luzern, zum Vierwaldstättersee und vielen anderen wundervollen Orten, von denen mir Pfeffikon, auf Grund des wirklich wundervollen Namens, am meisten in Erinnerung blieb. Mir fiel auf, dass die Architektur und die Fülle an Menschen eine Andere war, als die, die ich anfangs beim Durchqueren des Landes empfand. Es war deutlich mehr los auf den Straßen, es waren verwunschene Orte und sagenhafte Landschaften. Hier befand sich nun auch der Anfang der Alpen. Für mich schon gigantisch, sagte mir Danny, dass dies erst der Anfang sei und die Berge Richtung Italien noch höher werden. Imposant muss ich sagen, wirklich imposant. Natürlich konnte ich nicht die ganze Schweiz durchqueren, doch dass, was ich während des Aufenthalts bei meinem besten Freund entdecken konnte, war schon wirklich atemberaubend. Einige kleine Dinge lernt man auch nebenbei, beispielsweise, dass die Schweiz 1291 aus drei Kantonen nahe der Stadt Brunnen gegründet worden ist und zwar aus den Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden. Es werden vier Sprachen gesprochen: deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. Wobei letztere nur noch sehr wenig und im Osten Richtung Liechtenstein anzutreffen ist.

IMG_6892

Auf Wiedersehen

Insgesamt ist es ein sehr strebsames und arbeitswilliges Völkchen. Oft wird gesagt, man hat es nicht leicht als Neuling, doch ist es letztendlich wie überall: wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. Ich habe durchweg positive Erfahrungen gemacht und fühlte mich sehr Willkommen. Nach einigen Tagen trat ich den Rückweg an, diesmal über die westliche Seite des Bodensees, durch Schaffhausen, was ebenfalls eine sehr geschichtsträchtige Stadt ist.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein wenig Fernweh habe. Ich lege wirklich jedem Menschen ans Herz, dieses bezaubernde Land einmal zu besuchen und näher kennen zu lernen. Einige Impressionen habe ich verewigt und möchte sie sehr gern teilen.

~ Ulli

 

Aufbruch in die Hauptstadt

Mitte Juni fand ein kleines Straßenfestival in Berlin statt, welches dem Besucher die italienische Küche näher bringen sollte. Des weiteren gab es einen Fotowettbewerb, der mich auch erst auf das Ereignis aufmerksam machte. Das alles klang sehr interessant und ich beschloss die 100 Km auf mich zu nehmen um eventuell ein paar interessante Aufnahmen zu erhaschen und ganz nebenbei noch ein geeignetes Bild für den Wettbewerb zu machen. Für mich ist diese Entfernung gar kein Problem, denn ich fahre natürlich sehr gern über sämtliche unbekannte Orte um eventuelle Novitäten vor meine Linse zu bekommen. Und so geschah es. Die Fahrt nach Berlin dauerte ganze drei Stunden, denn ich musste wirklich sehr oft anhalten.

old cathedral

Glücklicherweise fuhr ich den Umweg. Zossen, Mittenwalde, Königs Wusterhausen und viele weitere kleine unbekannte Örtchen gab es zu entdecken. Beeindruckende Fassaden, alte Kirchen und sogar ein kleines Schloss habe ich aufnehmen können.

coming home

the little castle

Als ich schließlich das Festival erreichte, suchte ich mir einen Parkplatz und lief mit schwerer Kamera bewaffnet dem Eingang entgegen. Natürlich musste man mein Gepäck erst einmal durchsuchen. Als ich dieses Prozedere überstanden hatte, konnte ich mich mitten ins Getümmel stürzen.

Die Sonne schien, es war noch nicht zu voll, die Leute gut drauf, was will man mehr? Ich ließ alles erst einmal auf mich wirken und machte mich mit der Umgebung vertraut. Ich probierte hier mal eine Kleinigkeit, trank da mal etwas, setzte mich, schaute mir die Menschen an und fing dann irgendwann an, die ersten Aufnahmen zu machen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Am Ende hab ich sogar noch den zweiten Platz belegt beim Fotowettbewerb und darf nun mit meiner Freundin in einem schicken italienischen Restaurant essen gehen. Na wenn das nichts ist. Hier noch ein paar Eindrücke.

Lass es dir gut gehen!

 

 

Schlösser und Burgen

Schlösser und Burgen in Deutschland

Deutschland besitzt eine schier unendliche Zahl an Burgen und Schlössern. Eigentlich lebt jeder Mensch in der Nähe einer architektonischen Kostbarkeit aus längst vergessener Zeit. An jeder Autobahn befinden sich zahlreiche Schilder, die auf historische Bauten oder bedeutende Orte verweisen.

Stadtschloss Fulda

Auf der Suche nach den perfekten Motiven

In meiner unbändigen Gier nach Motiven, liegen natürlich solche epochalen Bauwerke ebenfalls auf meiner Wunschliste. Bin ich gerade in der Nähe, kann mich nichts aufhalten, ich muss dahin und es auf mich wirken lassen. Bis ich den richtigen Winkel gefunden und die perfekte Position ausgewählt habe, kann sehr viel Zeit vergehen. Viele Aufnahmen entsprechen meist nicht dem, was ich mir vorstelle doch eins ist meistens dabei. Das Licht der Mittagssonne, ein großer Zulauf an Menschen oder der fehlende spannende Blickwinkel sind meine größten Widersacher. Doch ich lasse mir diesen Moment nicht entgehen. Ich bin quasi ständiger Untertan meiner Leidenschaft und somit immer im Dienst.

Albrechtsburg

Wecke den Entdecker in dir

Ich habe selbst in meinem eigenen Ort in dem ich lebe, ein mir bis dato völlig unbekanntes Kirchengebäude aus alten Zeiten entdeckt, von dem niemand den ich bisher danach fragte, etwas wusste. Die Fotografie bildet also, sie weckt den Entdecker in mir und befördert mich an Orte, von denen ich noch nie gehört habe und die mich am Ende staunen lassen.

Was hast du für Schätze in deiner Umgebung? Welche Gegenden architektonischer Schönheiten gilt es unbedingt einmal besucht und aufgenommen zu haben? Ich würde mich über neue Inspirationen sehr freuen.

Anbei ein paar Eindrücke meiner bisherigen Ausbeute.

Lass es dir gut gehen!

Das Schöne liegt so nah

Wie oft sehnt man sich nach fernen Ländern, träumt von malerischen Landschaften, zauberhaften Orten, historischen Gegenden, magischen Ausblicken oder beeindruckenden Schlössern.

Wer die Passion der Fotografie für sich entdeckt hat wird es kennen, man ist auf der Suche nach neuen Eindrücken, die für die Ewigkeit festgehalten werden wollen. Unbekannte und weit entfernte Gefilde wollen endlich aufgesucht und digital verewigt werden. Die Inspiration kann zeitweilig schwinden, da man meint, seine Umwelt vollends zu kennen und die interessantesten Dinge bereits aufgenommen zu haben. Folglich sinkt die Muße und Selbstzweifel können zunehmen. Hinzu kommt ein selbst auferlegter Druck, etwas Neues zu erschaffen, etwas, was noch kein Mensch in dieser Art gesehen hat. Aber diese Aufnahmen kann man nur in der Ferne realisieren. Island, Mongolei, Südamerika, Kanada oder Südafrika. Es gilt die höchsten Berge zu erklimmen, die imposantesten Schluchten zu durchqueren oder die entlegensten Winkel dieser Erde aufzusuchen um endlich die langersehnte Befriedigung zu erzielen. Doch ist das wirklich so? Liegt all das Schöne wirklich so fern? Ich denke nicht. Im Gegenteil, das Schöne liegt so nah, man muss es nur entdecken oder im neuen Licht erscheinen lassen. Hier beispielsweise der Wittenberger Bahnhof während der Dämmerung.

Wittenberg

Ich möchte einen kleinen Auszug an Aufnahmen aus meiner direkten Umgebung präsentieren, die ich in einem Jahr gesammelt habe und hoffe, dass ich damit ein bisschen Inspiration bieten kann, damit du deine eigene Umgebung ebenfalls näher kennenlernst oder neu interpretierst.

Oranienbaum

Durch die Fotografie habe ich viele Dinge in meinem eigenen Umkreis kennengelernt, auf die ich vorher niemals achtete oder die mir gänzlich unbekannt waren. Ich weiß nicht, ob ein Leben ausreicht, um all diese Dinge für die Ewigkeit festzuhalten und auf meine Art darzustellen, wie ich sie liebe.

Hast du schon deine eigene Umgebung intensiv erkundet?

Wie denkst du darüber? Geht es dir ähnlich oder hast du andere Gedanken dazu? Lass es mich wissen und schreib mir deine Meinung.

Lass es Dir gut gehen.

~ Ulli