Salzburger Land

Urlaubsplanung

Endlich Urlaub! Mein nächstes Reiseziel sollte Österreich sein. Bisher bin ich nur einmal kurz durchgefahren, als ich meinen Kumpel Danny in der Schweiz besuchte und als ich einen Roadtrip durch Frankreich und Italien vor Jahren machte. Ursprünglich hatte ich mir mal Wien vorgenommen und wollte einen Kollegen besuchen, der ebenfalls leidenschaftlicher Fotograf ist, doch am Ende ist es einfach Salzburg geworden. Woran es jetzt genau lag, kann ich gar nicht mit Gewissheit sagen, wahrscheinlich war es einfach näher dran an Wittenberg. Ich setzte es mir jedenfalls in den Kopf und zog es dann einfach durch. Über „Airbnb“ suchte ich mir eine Bleibe für den Trip nach Salzburg. Ich fand eine tolle Villa mit der famosen Gastgeberin Barbara.

Die Reise beginnt

Früh morgens klappte die Wagentür und ich startete meinen Trip in die knapp 700 Kilometer entfernte Mozartstadt Salzburg. Mit einer riesigen Playlist ausgestattet, verging die Fahrt wie im Flug. Mein Trip führte mich quer durch Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern. Da ich sonntags fuhr, gab es keinerlei Stopps oder Staus, die mich an einer raschen Anreise hätten hindern können.

Endlich da

Nach ca. sieben Stunden erreichte ich mein langersehntes Ziel. Sofort zog mich Salzburg in seinen Bann. Ich erblickte phänomenale Architektur, die mein Herz augenblicklich höher schlagen ließ. Ich wusste, dies wird ein Eldorado für mich und meine Kamera. Schon bevor ich mein Domizil ansteuerte, hielt ich an, um erste Impressionen festzuhalten. Wie häufig ich den Warnblinker betätigte, kann ich gar nicht mehr sagen, es war jedenfalls ziemlich oft. Nach diesen ersten Eindrücken fuhr ich dann in meine Pension zu Barbara. Sie selbst war nicht zugegen, aber mich empfing ihr Sohn, der ebenfalls leidenschaftlicher Fan der Fotografie ist. Nach kurzer Einweisung und Beschlagnahmung meines Zimmers, erhielt ich ein paar Tipps, wohin ich gehen könne. Die Villa liegt nur drei Kilometer von der Altstadt Salzburgs entfernt und einen Parkplatz zu finden, soll sich als relativ schwierig erweisen, also befolgte ich den Ratschlag von Barbaras Sohn und ging zu Fuß in die Innenstadt.

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Mein Domizil
Salzburg

Die Vorfreude war so groß, dass ich zwischenzeitlich sogar die unaufhaltsam scheinende Sonne unbeachtet ließ, die mich auf meinen Reisen durch das Salzburger Land unglücklicherweise permanent begleiten sollte. Endlich erreichte ich den sagenumwobenen Kern dieser bezaubernden Stadt. Ich hielt an jeder Ecke an und schoss Aufnahmen, was das Zeug hält. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und vergaß die Zeit vollkommen. Aus sämtlichen Blickwinkeln nahm ich auf, was ich konnte. Es vergingen Stunden. Inmitten dieser famosen Architektur ragte die majestätisch über allen stehende Festung Hohensalzburg empor und zog meine Aufmerksamkeit unentwegt auf sich. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, dort einmal selbst zu stehen. Ich kaufte mir ein Seilbahnticket und war in wenigen Augenblicken oben angelangt. Diese Aussicht von dort oben ist einmalig. Auf der hinteren Seite hat man einen Blick in unendliche Weiten, die sich kaum beschreiben lassen. Das Titelbild dieses Artikels zeigt, was ich meine. Noch völlig fasziniert von diesem Ausblick, den man offensichtlich nicht mehr toppen kann, erreichte ich die andere Seite der Festung. Welch bezauberndes Panorama mich jedoch dann auf die Innenstadt Salzburgs erwarten sollte, konnte ich nicht ahnen. Man sah die Stadt in Gänze und in all ihrer Pracht. Wieviele Fotos ich allein hier machte, kann man sich denken.

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Ausklang

Ich verbrachte eine gefühlte Ewigkeit auf der Festung und genoss diese unbeschreibliche Weite. Für einen Arbeitskollegen kaufte ich noch eine Münze, die er sich wünschte und fuhr wieder hinunter. Noch völlig beeindruckt von den Eindrücken, suchte ich mir ein Restaurant, in dem ich ein echtes Wiener Schnitzel bestellte. Ich entschied mich für das „Sarastro“.  Eine vortreffliche Wahl. Vom freundlichen Kellner, dessen Ursprung in Uruguay liegt, wurde mir ein wundervolles Mahl präsentiert. Hier wurde ich das erste Mal mit der österreichischen Küche konfrontiert, denn hier isst man das Schnitzel mit Preiselbeeren. Seit dem dies meinen Gaumen vorgesetzt worden ist, will er nichts Anderes mehr. Es ist unbeschreiblich lecker. Dazu gab es ein köstliches einheimisches „Gösser“, welches meinen Abend perfekt abrundete.

Hallstatt

Mein nächstes Reiseziel im schönen Salzburger Land, sollte Hallstatt sein, ein märchenhafter Ort, so sagt man, der südöstlich von Salzburg liegt. Hallstatt ist eine Marktgemeinde mit fast 800 Einwohnern im Salzkammergut im Bundesland Oberösterreich und liegt am Hallstätter See. Zusammen mit dem Dachstein und dem Inneren Salzkammergut gehört es zur UNESCO-Welterbestätte. Am Abend vorher traf ich nämlich noch Husein Omeradzic, einen Bosnier, der schon viele Jahre in Österreich als Unternehmer tätig war und mir allerlei Reisetipps für die Gegend gab. Relativ zeitig setzte ich mich ins Auto und fuhr los. Während der Fahrt fiel mir das erste Mal auf, dass es in Österreich gefühlt in jedem noch so kleinen Ort irgendwo eine Lagerhalle gibt oder ein Unternehmen zu stehen scheint. Überall wird gearbeitet. Menschenleere und verlassene Orte, wie ich sie oft hier in Deutschland erlebe, scheint es hier nicht zu geben. Der Verkehr läuft auch flüssiger, denn man kann permanent 80 km/h fahren, selbst in den Gegenden, in denen ich dachte, ich befinde mich bereits in einer Ortschaft. Einzig die Fußgängerüberwege sind etwas gewöhnungsbedürftig, denn sie blinken die ganze Zeit. Schließlich erreichte ich Hallstatt. Ein traumhafter Ort. Nicht ohne Grund haben die Chinesen den ganzen Ort kopiert und nachgebaut. Ich flanierte entspannt durch dieses beliebte Urlaubsziel und genoss den Ausblick. Man könnte annehmen, man sei in Indonesien, wenn man die Felsformationen über den See sieht. Es ist wirklich wunderschön hier.

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Idylle in Hallstatt
Zell am See

Noch am selben Tag entschied ich mich, an den nächsten bekannten Ort zu fahren, nämlich Zell am See. Dieses Fleckchen Erde liegt ungefähr zwei Stunden von Hallstatt entfernt. Auch hier entdeckte ich ein bezauberndes Städtchen mit atemberaubenden Ausblick. Wohnen, wo Andere Urlaub machen, dachte ich mir und drückte unentwegt auf den Auslöser. Ich verweilte ungefähr drei Stunden, bevor ich den Heimweg antrat. Ich entschloss mich diesmal einen kleinen Abstecher über den südlichsten Zipfel Bayerns zu nehmen. Als ich in Bad Reichenhall ankam überkam mich jedoch die Müdigkeit, denn mittlerweile war ich zwölf Stunden unterwegs. Ich sah nur noch mein Bett vor Augen. Ohne Aufnahmen fuhr ich geradewegs heim um dann sofort für ein paar Stunden zu schlafen. Es war erst gegen 17 Uhr, also stellte ich meinen Wecker, um dann wenigstens noch ein wenig Abendstimmung von Salzburg einzufangen. Gegen 21 Uhr fuhr ich erneut in die Stadt und machte noch ein paar Aufnahmen in der Abendsonne um abschließend in ein Restaurant nahe meines Domizils noch etwas Essen zu gehen. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dort eingekehrt zu sein, denn es war das wundervollste Ambiente, was man sich vorstellen kann. Eine herrliche Bierstube mit hervorragendem Essen und einer Bedienung, die seinesgleichen sucht. Noch nie wurde ich so herzlich bewirtet wie hier. Wirklich jeder der Damen und Herren, die einen bedienten, waren ausnahmslos freundlich und zuvorkommend. Kellnerin Natasha ist eine Frohnatur und mit Leib und Seele dabei. Wenn ihr in Salzburg seid, kommt auf jeden Fall vorbei bei Bierheuriger.

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Salzburg am Abend
Auf Wiedersehen Österreich

Der Artikel ist diesmal wirklich sehr lang geworden. Um alle Details zu erwähnen, müsste ich noch unendlich ausholen. Ich fuhr noch an den Attersee, den Mondsee, nach Fuschl am See, nach Gmunden, nach Werfen mit einem sagenumwobenen Schloss und sogar noch an den Obersalzberg sowie Berchtesgarden. Soviele Eindrücke in so kurzer Zeit sind gar nicht zu vermitteln, ohne dass man die Lust am Lesen verliert. Es war jedenfalls unbeschreiblich schön und ich bin überglücklich darüber, dieses tolle Land mit all diesen freundlichen Menschen kennengelernt zu haben. Ich kann jedem nur ans Herz legen, einmal im Leben einen Abstecher hierher zu machen. Vielen Dank liebes Österreich!

~ Ulli

Lausitzer Land

Der Plan

Eins der Reiseziele, die ich mir für das neue Jahr vorgenommen hatte, war ein Besuch im östlichsten Teil Sachsens, da dies für mich bisher noch ein weißer Fleck war. Ich recherchierte vorab ein wenig und fragte Kollegen und Freunde, ob sie mir ein paar Tipps verraten würden. So ergab es sich, dass meine Reiseroute in Bautzen beginnen sollte. Ich plante diesmal eine zweitägige Fototour ein, denn das Pensum war nicht an einem Tag zu schaffen. Ich schaute mich im Netz nach einer Übernachtungsmöglichkeit um und wurde schließlich bei airbnb fündig. Meine Wahl fiel auf ein abgelegenes und modern eingerichtetes Haus in einem ganz kleinen Dörfchen nahe Bautzen.

Die Reise geht los

Früh morgens ging es los. Mein Weg führte mich durch Orte, die mir wohl für immer im Gedächtnis bleiben werden. München ist beispielsweise so ein Örtchen. Als ich das las, musste ich anhalten und ein Foto machen, sonst würde mir das niemand glauben. Den ersten längeren Stopp legte ich in Elsterwerda, einer Kleinstadt im Süden Brandenburgs ein. Die Architektur und das Elsterschloss musste ich einfach festhalten. Zwischendurch hielt ich noch das Eine oder Andere mal an und machte ein paar Landschaftsaufnahmen, bevor ich in meinem eigenen kleinen Haus in Neschwitz ankam, welches ich gebucht hatte. Der freundliche Besitzer Wolfgang empfang mich und gab mir noch einige Tipps auf dem Weg, was ich in der Umgebung noch erkunden kann. Gleich nebenan gab es ein kleines Schlösschen und eine alte Windmühle. Da ich gegen Mittag bereits ankam, konnte ich noch losziehen, um die Lausitz zu erkunden.

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Historische Bockwindmühle
Erste Eindrücke der Lausitz

Nachdem ich das Schloss und die Windmühle erkundete, fuhr ich weiter Richtung Bautzen. Schon immer wollte ich mir diese Stadt anschauen, von der ich schon Einiges gehört hatte. Angekommen, zog sie mich sofort in Ihren Bann. Mich erwartete eine charmante Altstadt mit wundervoller Architektur. Vor allem die kleinen Gässchen hatten es mir angetan. Ich verblieb ungefähr zwei Stunden im sorbischen Bautzen, bis ich weiter in Richtung Zittau fuhr. Vorher wollte ich aber einige Tipps ansteuern, die ich mir notiert hatte. Beispielsweise Das Schloss Hainewalde oder der kleine Kurort Oybin. Ich hielt ziemlich oft an und verweilte etwas um die bezaubernde Umgebung zu genießen. Leider saß mir die Zeit im Nacken, denn die Sonne geht im Januar eben doch recht zeitig unter. So konnte ich Zittau nicht mehr im Hellen sehen und ging zum Abschluss wenigstens noch in ein örtliches Pub. Ein echter Geheimtipp, hier wird noch alles selbst gemacht und der Geschmack ist einfach einzigartig. Ich war schwer beeindruckt. Nach ein wenig Smalltalk mit der Cheffin fuhr ich anschließend wieder zurück in mein Domizil.

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Schloss Hainewalde
Der nächste Tag

Am nächsten Morgen stand ich früh auf um den zweiten Teil meiner Reise durch die Lausitz zu starten. Ich überlegte kurz, ob ich nochmal zurück nach Zittau fahren sollte, doch war mir das am Ende dann doch zu weit. Also entschied ich mich nach Görlitz aufzubrechen. Auf dem Weg dahin ließ ich es mir aber nicht nehmen, noch einen kleinen Abstecher ins Nachbarland Tschechien zu machen, um Schloss Frýdlant vor die Linse zu bekommen. Dieser kurze Besuch hat sich wirklich gelohnt, eine wahrlich tolle Szene, wie sie hoch oben auf dem Berg majestätisch in den Himmel hinaufragt.

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Schloss Frýdlant
Letzte Reiseziele

Zum Abschluss ließ ich es mir nicht nehmen, noch nach Görlitz zu fahren. Die östlichste Stadt Deutschlands soll eine tolle Stadt sein und in der Tat, ist es ein wunderschöner Ort, der mich des Öfteren an Prag erinnerte. Auch hier erwartete mich eine prächtige Innenstadt mit herausragender Fassadenarchitektur. Natürlich konnte ich lange nicht alles festhalten, doch der erste Eindruck war bereits phänomenal. Jeder sollte sich selbst ein Bild davon machen, wenn er mal in der Gegend sein sollte. Ich schlenderte einige Zeit umher bevor ich mich zu meiner letzten Station, Bad Muskau machte. Dieses herrliche Schloss ist in der Tat nur als Märchenschloss zu bezeichnen. Von allen Seiten nahm ich es auf, um die perfekte Aufnahme machen zu können. Zum Abschluss wollte ich mir noch die berühmte Rakotzbrücke ansehen, die nicht sehr weit weg von Bad Muskau liegt, doch leider wird diese gerade restauriert, somit stand sie nicht als Motiv zur Verfügung. Wahrscheinlich soll dies ein Anstoß sein, dass ich nocheinmal in die Gegend reise. Es war ein wirklich toller Trip und bin sehr froh darüber, diesen Landstrich endlich einmal erkundet zu haben. Eine Reise lohnt sich und ist absolut empfehlenswert.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

 

Besuch in Tschechien

Unser schönes Nachbarland

Schon lange liebäugelte ich damit, Karlsbad einen Besuch abzustatten. Es liegt noch in meinem Einzugsgebiet, welches ich an einem Tag absolvieren kann. Etwas über 300 km trennen mich von Karlsbad, was sich im Nordwesten Tschechiens befindet.  Bereits zum zweiten Mal reiste ich dieses Jahr zu unseren Nachbarn. Damals ging es nach Prag, allerdings reichten die Aufnahmen leider nicht aus um einen Artikel darüber zu schreiben, so kann ich nur einige wenige der Aufnahmen präsentieren.

Die Reise beginnt

Früh morgens um sieben fuhr ich los. Vorbei an Leipzig, Chemnitz und Oberwiesenthal, kam ich nach über drei Stunden Autofahrt an mein langersehntes Ziel. Karlsbad befindet sich nur wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze. Die im Tal liegende Stadt verzaubert vom ersten Moment an. Nachdem einige Zeit ins Land ging, um endlich eine Parkmöglichkeit zu finden, stieß ich mich ins Getümmel. Angenehm aufgefallen ist mir, dass die Stadt zwar touristisch, aber nicht überlaufen war. Die Temperatur war mild und der Himmel bedeckt, perfekt für meine Ansprüche. Ohne zu wissen, wohin genau es mich verschlägt, stapfte ich los und ließ mich vom Charme dieser schönen Stadt inspirieren.

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Die Karlsbader Innenstadt

Ich war wirklich beeindruckt, denn die Architektur ist wahrhaft atemberaubend, ich erblickte wundervolle Fassaden und Villen in Hülle und Fülle. Von all den tragischen Vorkommnissen in der Vergangenheit war nichts zu sehen. Karlsbad stand schon mehrfach in Brand und wurde von vielen Überschwemmungen heimgesucht. Ganz offensichtlich wurde hier sehr viel Geld in den Wiederaufbau gesteckt.

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Wundervolle Eindrücke

In der relativ kurzen Zeitspanne, die mir blieb, bevor der Abend hereinbrach, versuchte ich so viel wie möglich vor die Linse zu bekommen. Oft kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und die vielen prunkvollen Eindrücke ließen mich kaum vorankommen. Ständig musste ich anhalten und aus den verschiedensten Blickwinkeln den Auslöser drücken. Neben all den tollen Villen rund um den Kern und der bezaubernden Innenstadt, begeisterte auch eine Russisch-Orthodoxe Kirche, von der man meinen könnte, ein russischer Zar persönlich war hier und hat sie aufgebaut.

Karlsbad ist ebenso die Heimat des Becherovkas, ein bekannter Schnaps, den man auch in unseren Gefilden erwerben kann. Dieser Schnaps war einer der Ersten, die ich in jungen Jahren probiert habe. Allerdings erinnere ich mich, dass er meinen Geschmack nicht getroffen hat. Sogar eine Statue von Karl Marx traf ich auf dem Weg, der offensichtlich ebenfalls diese Stadt geliebt haben muss.

Ahoj, Karlsbad!

Insgesamt verweilte ich ganze fünf Stunden in Karlsbad und trat dann meinen Heimweg an. Hoch oben am Rand des Tals schoss ich meine letzten Aufnahmen, um noch einen Gesamteindruck festzuhalten. Ich fand es wirklich überwältigend. Eine grandiose Stadt, für die es sich gelohnt hat, den Weg auf sich zu nehmen. Ich empfehle jedem, dieses Kleinod einmal zu besuchen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Zu Gast in Gera

Schon seit geraumer Zeit plante ich, meinen alten Schulfreund Randy in seiner neuen Heimat Gera zu besuchen, doch hat es oft aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geklappt. Nun aber war ein fester Termin vereinbart, an dem keine Ausrede mehr gelten sollte. Er wohnt schon viele Jahre im östlichen Teil Thüringens samt seiner Familie und scheint sich inzwischen auch sehr heimisch zu fühlen. Meine Kamera im Gepäck, fuhr ich los. Zwar ging ich davon aus, dass eh nicht sehr viel Zeit für einen Rundgang durch die Stadt zur Verfügung stehen würde, denn es kündigten sich noch mehr alte Freunde an, aber es konnte ja sein, dass sich ein wenig Zeit dafür findet.

Von Wittenberg fuhr ich etwas über zwei Stunden auf der Landstraße. Vorbei am schönen Leipzig, erreichte ich schließlich die Hochschulstadt Gera. Ähnlich wie Jena, liegt sie in einem Tal und beherbergt knapp 95.000 Menschen. Sehr gut ausgebaute Straßen führten mich in die relativ zentral gelegene Behausung meines alten Klassenkameraden. Es war schön, sich nach so langer Zeit einmal wiederzusehen. Wir gingen etwas essen auf dem Ferberturm in Gera. Hier gab es eine hervorragende Küche und einen phänomenalen Ausblick. Nach zwei Stunden, die wie im Flug vorbeizogen und bis zur Ankunft der anderen, ging Randy auf mein Hobby ein und schlug vor, etwas durch die Stadt zu ziehen. Natürlich freute es mich und ich nutzte die Gelegenheit, ein paar Eindrücke von Gera zu erhalten. Wir parkten nahe der Innenstadt und liefen bis zum Marktplatz. Was mir auffiel, waren die teilweise wunderschönen Fassaden, die in hohem Maße anzutreffen waren. Zwei der imposantesten Gebäude waren das Rathaus und das Theater Geras. Ersteres erinnerte mich sehr stark an den Baustil des Torgauer Schlosses sowie den, des Residenzschlosses in Dessau. Offensichtlich sind dies Baustile derselben Epoche.

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das Rathaus in Gera

Abschließend ging es noch nach „Untermhaus“, einen Stadtteil Geras, der sich direkt an der weißen Elster befindet. Das war wirklich das Highlight der Führung, eine wundervolle Aussicht und tolle Architektur begeisterten mein Fotoherz. Das Titelbild dieses Artikels zeigt beispielsweise besagten Stadtteil. Ich wäre gern noch länger geblieben, aber inzwischen traf der Rest unserer Gang ein und wir fuhren wieder zu Randys Wohnung. Nun kam es natürlich zu keinen Bildern mehr, denn es gab viel zu viel zu erzählen.

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Blick in die Innenstadt

Am nächsten Morgen frühstückten wir alle gemeinsam und traten dann den Heimweg an. Randy gab mir noch einen Tipp und zwar sollte ich über Ronneburg fahren, dort steht ein altes Schloss, was sicher ein gutes Motiv für mich wäre. Gesagt getan, machte ich mich auf und hielt im beschaulichen Ronneburg an. Nach kurzem Schlendern durch das Örtchen und Smalltalk mit Einheimischen, erreichte ich schließlich das alte Schloss, welches majestätisch empor ragte. Gepaart mit dem düsteren Wetter, ergab es ein Motiv, ganz nach meinem Geschmack. Ich schoss ein paar Bilder und machte mich dann auf den Heimweg. Einen kurzen Stopp legte ich noch in Zeitz ein und versuchte die düstere Atmosphäre festzuhalten. Grauer Himmel, viel Regen und alte Gebäude sind einfach eine grandiose Mischung.

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Schloss Ronneburg

Es war ein wirklich tolles Wochenende. Dass ich sogar noch genug Bilder für einen kleinen Artikel zusammenbekommen habe, freut mich obendrein. Falls du eines Tages in der Nähe sein solltest, halt doch mal an und überzeuge dich selbst vom schönen Gera.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Berliner Westen und das Havelland

Vorgeschichte

Neulich dachte ich, dass ich mir irgendwann einmal unsere Hauptstadt vornehmen müsste. Berlin bietet doch soviel und besitzt unerschöpfliches Potential für einen Menschen, der das Fotografieren liebt. Natürlich ist es völlig unmöglich, diese Megacity an nur einem Tag würdig widerspiegeln zu können, es bräuchte Wochen, um einen einigermaßen handfesten Artikel samt Bildern verfassen zu können. Also entschloss ich mich dazu, etappenweise Besuche abzustatten und immer mal wieder einige Aufnahmen mitzunehmen, vielleicht gibt es irgendwann einmal genügend Material, für einen eigenen Beitrag.

Auf nach Berlin

Also schaute ich auf die Karte und entschied mich für den Westen Berlins. Hier findet man das sagenumwobene Schloss Charlottenburg. Seit Anbeginn meiner Leidenschaft, wollte ich es vor meine Kamera bringen, denn die perfekte Symmetrie dieses historischen Gebäudes würde ganz sicher dazu führen, dass am Ende ein tolles Bild dabei raus kommt. Gesagt, getan. Bei Zeiten ging es los. Ungefähr zwei Stunden musste ich für die Fahrt einplanen, denn der Verkehr eilt seinem Ruf voraus in dieser Gegend.

Ankommen

Nach relativ guter Fahrt kam ich schlussendlich an, parkte meinen Wagen zu überteuerten Gebühren und lief meinem Traumziel hoffnungsvoll entgegen. Und in der Tat, es war imposant. Als ich davor stand musste ich es kurz auf mich wirken lassen, so sehr beeindruckte es mich. Ich ging zu Boden und fotografierte es auf meine übliche Art und Weise. Anschließend erkundete ich noch die Umgebung des Schlosses. Ich durchstreifte die Orangerie und lief ein wenig durch den Park des prunkvollen Anwesens. Gegenüber von Schloss Charlottenburg fiel mir noch ein wunderbares Denkmal von Prinz Albrecht von Preußen auf, welches ich aus jedem Winkel fotografierte.

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Denkmal Prinz Albrecht von Preußen
Ein neuer Plan

Mittlerweile waren fast zwei Stunden vergangen, aber der Tag hatte doch erst begonnen, also weshalb nicht noch mehr Eindrücke irgendwo sammeln? Direkt ins Herz Berlins fahren? Nein, diesem Stress wollte ich mich nicht aussetzen, also kam mir die Idee, einfach weiter in Richtung Westen zu fahren, in das Havelland. Vor einiger Zeit durchquerte ich es bereits und empfand es als recht idyllisch. Da ich nun bereits in der Nähe war, entschied ich mich kurzerhand ein neues Ziel in das Navi einzugeben: Brandenburg an der Havel.

Auf nach Brandenburg

Schon als ich die äußeren Grenzen Berlins verließ und in die beruhigend flache Landschaft samt strahlendem Sonnenschein eintauchte, machte sich ein wohlig entspannendes Gefühl in mir breit. Es war wie in diesen amerikanischen Roadmovies, in denen die Protagonisten in einem Ford Mustang dem endlosen Highway mitten im Nirgendwo der untergehenden Sonne entgegen fuhren. Auch ich fühlte mich gezwungen, die Scheiben herunterzulassen, die Sonnenbrille aufzusetzen und den angewinkelten Arm auf die Fahrertür gemütlich abzulegen, während aus dem Radio Tom Petty mit seinem Song „free falling“ lief.

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Weiten des Havellands
Quer durch das Havelland

Bereits der Weg nach Brandenburg war durchzogen von kleinen Örtchen, deren Architektur teilweise an vergangene Zeiten erinnerten. An jeder Ecke sah ich wunderschöne Häuschen, Vorgärten und versteckte Gutshäuser, die schon fast wie kleine Schlösschen aussahen. Oft hielt ich an, lief noch ein paar Meter und war fasziniert, was dort für kleine Kostbarkeiten zu entdecken waren, die außerhalb der Orte anscheinend kaum Bekanntheit erlangten.

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Gutshaus Roskow
Ankommen in Brandenburg an der Havel

Schließlich erreichte ich mein Ziel und war begeistert vom Flair dieser tollen Stadt. Bildschöne Fassaden, Brücken, Türme, Parks, Wasser, einfach alles, was das Herz begehrt, findet man in diesem Kleinod. Man kann wunderbar flanieren durch die sehr gut erhaltene Innenstadt, an der Havel oder den liebevoll hergerichteten Altbauwohnungen. Eine herrlicher Ort, die man unbedingt einmal besuchen sollte.

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Fassaden in Brandenburg
Weiter nach Werder

Mittlerweile gingen schon einige Stunden ins Land und ich beschloss so langsam aber sicher in Richtung Heimat zu fahren. Auf dem Rückweg könnte ich den Weg über Werder an der Havel und Potsdam nehmen, nicht die kürzeste Route, aber immerhin wäre dies wieder ein Ort mehr, den ich von meiner Liste streichen könne. Erneut durchstreifte ich unbekanntes Land und war fasziniert von der unendlichen Weite, die sich mir erschloss. Oft machte ich eine kleine Rast und genoss den Ausblick in die wunderschöne Natur. Plötzlich begegnete mir ein braunes Schild, auf dem stand „Götzer Berge“. Hier? Mitten im grünen Flachland, Berge? Ich konnte nicht anders, ich musste abbiegen und mir die Sache ansehen. Ich fuhr und fuhr, es wurde leicht hügelig, aber riesige Berge? Ich kam schließlich in einem kleinen Ort Götz an. Nun musste ich anhalten und einem verlassenen Pfad folgen, der mich zu einem Aussichtsturm führen sollte. Es verging fast eine halbe Stunde, doch der Weg hatte sich gelohnt. Als ich auf den Turm stieg bot sich mir eine herrliche Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen auf weite Teile des Havellands.

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Götzer Berg

Fasziniert von dieser Erfahrung trat ich nun den Weg Richtung Werder an der Havel an. Auch hier erwarteten mich tolle Eindrücke, kleine Gässchen, durch die es sich gemütlich flanieren lässt,  wunderbar erhaltene Häuschen und sogar eine Windmühle, die einsam und allein auf einem kleinen Hügel steht und sich prächtig in das Panorama der Stadt eingliedert. Ein hervorragender Abschluss einer tollen Fototour. Das Havelland hat mir wirklich sehr gefallen. Gern komme ich wieder.

Zu Guter Letzt noch ein paar Impressionen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

 

 

Frühlingsfahrt in den Spreewald

Auf in den Spreewald

Eines schönen Morgens stand ich erneut vor der Frage, welches Gebiet denn diesmal erobert werden könnte. Ich blickte auf die Karte und entschied mich dazu, in Richtung Osten zu fahren, da diese Gegend meinerseits bisher kaum erschlossen wurde. Alles was hinter Jessen liegt, war bisher ein blinder Fleck für mich, ein Grund mehr, einen Tagestrip zu machen. Zwar schien die Sonne, was natürlich weniger schön war um zu fotografieren, aber man muss eben immer das Beste draus machen.

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Blick ins Flachland
Zwischenstopp in Schönewalde & Dahme

Von meiner Heimatstadt Wittenberg sind es nur ein paar Kilometer, bis man das Bundesland Brandenburg erreicht. Der erste Halt meiner kleinen Reise fand im beschaulichen Schönewalde statt. Ein Örtchen mit sehr schönen Häuserfassaden und einer kleinen Kirche, die man relativ gut von der Straße aus fotografieren und ins rechte Licht setzen kann. Ich stieg aus dem Auto und lief etwas durch das kleine Örtchen um ein paar Aufnahmen zu machen. Nachdem ich einige Eindrücke festhalten konnte, fuhr ich weiter Richtung Dahme/Mark, einen Ort, den ich bisher nie wahrgenommen habe, dessen Architektur aber durchaus beeindruckte.

Als ich in Dahme eintraf und Richtung historischer Altstadt fuhr, ragte ein wundervolles Gebäude in den Himmel empor von dem ich stark annahm, dass es das Rathaus der Stadt war. Natürlich musste ich mir sofort einen Parkplatz suchen und aus jeder nur möglichen Perspektive Fotos schießen. Ich blockierte die Straße, um einen optimalen Blick zu ergattern, glücklicherweise schienen die Menschen aber Verständnis für mein einnehmendes Wesen zu haben. Anschließend schlenderte ich noch ungefähr eine Stunde durch die Gassen und verewigte hier und da noch einige schöne Gebäude, bevor ich weiter zog in die Tiefen des Spreewalds.

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Rathaus von Dahme
Auf nach Lübbenau

Ich durchquerte noch einige kleine Örtchen, beispielsweise Luckau, welches einen äußerst gemütlichen Eindruck hinterließ. Schließlich erreichte ich das idyllische Lübbenau, was ganz klar ein touristischer Knotenpunkt zu sein scheint. Viele Kennzeichen aus allen Teilen der Bundesrepublik waren zu sehen. Hier gibt es alles, was das Erholungsherz begehrt: idyllische Wanderwege, entspannte Paddeltouren auf den schmalen Kanälen, die sich durch die Region ziehen, eine tolle Landschaft und das perfekte Maß an Besuchern aus meiner Sicht, denn es war relativ lebhaft aber nicht überlaufen. Wer sich also etwas Ruhe und Entschleunigung gönnen mag, ohne das Gefühl der völligen Abgeschiedenheit zu haben, würde sich hier sicher sehr wohl fühlen.

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Häuschen in Lübbenau

Ich verweilte fast zwei Stunden in Lübbenau und wäre auch noch gern geblieben, aber leider hat der Tag nur 24 Stunden und ich musste wieder den Heimweg antreten. Diese Region besitzt übrigens das KFZ Kennzeichen LDS für Landkreis Dahme Spreewald, von dem ich bisher immer aus unerfindlichen Gründen annahm, es sei Landshut, wenn ich es auf der Autobahn gesehen habe. Ab jetzt jedenfalls werde ich es mir ganz sicher merken. Reisen bildet eben.

Es war eine schöne Tour in den Spreewald und ich kann Allen nur empfehlen, dieses Fleckchen Erde einmal zu besuchen.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Tagestour in den nördlichen Harz

Der Plan

Eines frühen Samstagmorgens überlegte ich mir, welches Ziel ich ansteuern könnte um meine Kamera zu füttern. Ich blickte auf die Karte und sah mir an, was so alles an einem Tag zu erreichen ist. Mir stach Goslar ins Auge. Ich hörte schon einige Male von dieser Stadt, aber nur beiläufig. Noch nie hatte ich mich mit ihr beschäftigt. Ich konnte nicht einmal einordnen, in welchem Bundesland sie liegt. Glücklicherweise bringt mich die Fotografie dazu, diese Zustände zu ändern. Das Ziel, äußere niedersächsische Grenze, war also gesetzt. Etwas über zwei Stunden Fahrt musste ich einplanen, aber natürlich blieb es nicht dabei, denn es lagen verlockende Ortschaften auf dem Weg, allen voran Wernigerode, in der ich bisher ebenfalls noch nicht zugegen war. Doch die größte Vorfreude hatte ich, als ich sah, dass auch die Burg Falkenstein auf dem Weg lag. Ich düste also noch in der Dunkelheit los um mein Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

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Weil gerade die Winterzeit ansteht und ich nur ein relativ kurzes Zeitfenster habe, in der es nicht dunkel ist, sah ich mich gezwungen, die ungeliebte Autobahn zu nehmen. Als ich eine Stunde unterwegs und kurz vor Aschersleben war, bemerkte ich, dass es ein wirklich sehr diesiger Tag werden würde. Ich liebe ja schaurig düsteres Wetter, da man dadurch ganz besonders kontrastreiche Bilder machen kann, aber Nebel? Ich konnte kaum zwanzig Meter weit in die Ferne blicken, meine Hoffnung, ein Bild der im nördlichen Harz liegenden Burg Falkenstein machen zu können, schwanden, je näher ich dem gleichnamigen Ort kam.

Ankommen auf Burg Falkenstein

Um überhaupt erst einmal in den Genuss der Burg zu kommen, fährt man serpentinenartig auf die Spitze eines Berges, auf dem die Burg im zwölften Jahrhundert errichtet worden ist. Oben angekommen, ist man jedoch gezwungen sein Auto abzustellen und noch zwei Kilometer zu Fuß durch den Wald zu marschieren. Ich blickte auf die Uhr und haderte, ob ich das zeitlich alles noch hinbekomme oder nicht, ich entschloss mich dazu, denn schließlich bin ich nicht jeden Tag in der Gegend.

Mittlerweile war es ungefähr zehn Uhr morgens. Niemand war da, was auch dem Wetter geschuldet sein kann, denn es war extrem düster, grau und der Schnee hatte sich mittlerweile auch ausgebreitet so weit oben. Aber umso besser. So ein schöner Spaziergang ganz allein mitten im Nirgendwo hatte auch seinen Charme. Ich wanderte den Berg hinauf und folgte den wilden Pfaden in der Hoffnung, der Weg sei der Richtige. Fast schon gespenstisch aber auch märchenhaft kam mir die Stimmung an diesem verlassenen Ort vor.

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Endlich war ich da, der Koloss stieg vor mir im Nebel empor und blickte mit machtvoller Aura zu mir herab. Es war sagenhaft und mit Worten kaum zu beschreiben. In diesem Moment fand ich es gar nicht so schlecht, dass es sehr nebelig war, unterstreichte das Ganze doch die Bedrohlichkeit.

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Weiter nach Wernigerode

Beeindruckt von diesen Impressionen düste ich wieder Richtung Autobahn bis nach Wernigerode. Schon oft habe ich tolle Bilder von Fotografen gesehen, die die bezaubernde Stadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und dem bekannten Rathaus aufgenommen hatten, ich wollte das endlich auch einmal tun. Es klarte etwas auf und ich konnte Wernigerode in vollen Zügen genießen. Es war das perfekte Wetter für mich: keinerlei Sonne, sondern ein bedeckter Himmel, ideal um schattenfreie Aufnahmen zu machen. Ich schlenderte quer durch die Stadt und versuchte aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln meine Bilder zu machen. Ich glaube, dass viele Passanten mich oft schräg anschauten bei meinen Posen. Es ist wirklich ein märchenhaftes Städtchen und ich kann jedem Menschen einen Besuch wärmstens empfehlen.

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Auf nach Goslar

Nun war es an der Zeit weiterzuziehen um noch rechtzeitig an mein eigentliches Ziel zu gelangen. Ich verließ also Sachsen-Anhalt und überquerte die Grenze nach Niedersachsen. Ich orientierte mich einfach in Richtung Stadtmitte und fand glücklicherweise einen Parkplatz, was nebenbei bemerkt, in Wernigerode ein ziemlicher Krampf war. Auch hier lag etwas Schnee und der Himmel war trüb. Perfekt! Ich fragte mich ein wenig durch und entdeckte eine wunderschöne Stadt, die ebenfalls voller liebevoll restaurierter Fachwerkhäuser war. Ich habe viele freundliche Leute getroffen, die mir Einiges über diese Stadt erzählten. Nach diesen ganzen Eindrücken hatte ich eine Rast wirklich verdient und kehrte ins örtliche Brauhaus ein. Eine echte Empfehlung, denn das Essen war wirklich ein wahnsinnig leckerer Gaumenschmaus. Das selbstgebraute Bier, die freundliche Bedienung und das schöne rustikale Ambiente rundeten das Ganze perfekt ab. Gesättigt und zufrieden zog ich noch ein wenig durch die Innenstadt Goslars, schoss ein paar Aufnahmen und machte mich wieder auf den Heimweg.

Anbei ein paar Eindrücke dieser wirklich schönen Tour durch den Nordharz.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

 

Meine Heimat Wittenberg

Seit etwas über einem Jahr gehe ich nun schon meiner Leidenschaft nach und bereise so oft es nur geht die unterschiedlichsten Gegenden: von der Ostsee, über das schöne Sachsen, nach Hessen, Hamburg, Brandenburg, Thüringen, die Schweiz oder Polen und komme doch immer wieder gern nach Hause in meine Heimatstadt Wittenberg in Sachsen Anhalt. Die meisten meiner Freunde sind weggezogen und verstreut in aller Herren Länder, ich bin einer der Wenigen, die geblieben sind und muss sagen, dass ich es nicht bereue. Seit nunmehr 37 Jahren wohne ich in einer der wunderschönsten Kleinstädte Deutschlands und habe im Laufe der Zeit natürlich auch einige Aufnahmen machen können, die ich gern mit euch teilen möchte.

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Der Marktplatz von Wittenberg

Von Wittenberg gelangt man an ganz viele wundervolle Reiseziele. Es sind nur ca. 80 Kilometer bis Leipzig und 100 bis Berlin. Man erreicht schnell Nachbarländer wie Polen oder die Tschechei und in knapp drei Stunden ist man schon an der Ostsee. Für einen Menschen wie mich, der die Fotografie liebt, also perfekt!

Wittenberg liegt direkt am Bundesland Brandenburg und bis zum Freistaat Sachsen sind es auch nur relativ wenige Fahrminuten. Hier liegt das Herz der Reformation, denn Martin Luther, der Begründer der evangelischen Glaubensrichtung hat hier seine Thesen 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen und revolutionierte damit die Welt. Eine geschichtsträchtige Stadt, die von vielen Reisenden besucht wird. Doch Wittenberg hat noch viel mehr zu bieten: eine bezaubernde Innenstadt mit wundervoller Architektur, das mittelalterliche Lutherfest, dass jedes Jahr zehntausende Besucher anlockt und zu der bekannte Bands dieses gigantische Spektakel begleiten, die wunderschöne Elbe und die zauberhafte Landschaft, die Wittenberg umgibt. Auch namhafte Künstler, wie Hundertwasser oder Herakut haben hier ihre Spuren hinterlassen.

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Schlosskirche

Ich kann Jedem nur empfehlen, einmal Wittenberg in seine kommenden Reiseziele mit einzubeziehen um sich selbst davon zu überzeugen. Anbei ein paar Eindrücke aus meiner Heimat Wittenberg.

Lass es dir gut gehen!

~ Ulli

Jahresrückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende, Zeit, um ein erstes Resümee zu ziehen und auf das zu blicken, was war und was vor mir liegt. Seit einem Jahr befasse ich mich nun mit der Fotografie und habe damit die beste Entscheidung meines Lebens getroffen. In dieser Zeit entstand diese Website, es wurden Aufnahmen in Zeitungen abgebildet, ich kam in Ausstellungen und Büchern vor, gestaltete Fotobücher & Kalender und man findet mich inzwischen auf Facebook, Pinterest, Instagram und sogar auf Youtube. All das hätte ich vor einem Jahr noch nicht für möglich gehalten.

Die Fotografie ist eine Leidenschaft, die schon immer in mir zu schlummern schien und nun erwacht ist. Mich fasziniert schier alles, egal ob es die unendlichen Weiten einer kargen Landschaft sind, es sich um ein epochales Bauwerk handelt oder ein völlig normaler Moment im Alltag eines Menschen ist, den ich versuche festzuhalten: ich hoffe darauf, dass am Schluss ein bewegendes Bild herauskommt. Ich kann es immer kaum erwarten zu Hause anzukommen, den Rechner hochzufahren um mir meine Beute anzusehen und auszuwählen, welches Bild es wert ist, sich der finalen digitalen Bearbeitung zu unterziehen. Ich bin immer extrem motiviert, wenn ich an so einer Bearbeitung sitze. Vor meinem geistigen Auge habe ich meistens eine grobe Vorstellung, welche Stimmung zu dem jeweiligen Bild passen würde. Zusätzliche Inspiration verleihen mir manchmal die Stile anderer Fotografen, Filme und Musik. Ich bin oft Feuer und Flamme, während ich meine Maus an den Reglern hin- und her schiebe. Ist es geschafft und es bewegt mich in irgendeiner Form, gebe ich es einen passenden Namen, implementiere mein Logo dezent und lade es in diversen Plattformen hoch, in der Hoffnung, dem Einen oder Anderen gefällt was er sieht oder noch besser, es berührt.

Ich denke oft darüber nach, wie es wäre, wenn man mit dieser Leidenschaft seinen Lebensunterhalt bestreiten würde, doch wäre es dann noch dasselbe? Könnte man immer noch mit dieser Entspanntheit arbeiten, wenn einem ständig der Druck im Nacken sitzt?  Was, wenn die Leistung am Ende nicht gefällt? Es gibt erfahrene Fotografen, die raten davon ab, andere wiederum wirken motivierend oder sind sogar sehr erfolgreich. Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich noch keine Entscheidung getroffen und freue mich einfach auf die unbekannte Zukunft. Momentan möchte ich einfach machen, was ich liebe und das aus vollem Herzen. Es freut mich sehr, dass ich mittlerweile einige Menschen auf unterschiedlichsten Wegen getroffen habe, denen meine Bilder etwas bedeuten.

Zu guter Letzt präsentiere ich noch einige meiner Lieblingsbilder aus diesem Jahr.

Lass es Dir gut gehen!

~ Ulli